Veranstaltungen

Montag
27.
März 2017
19.00 Uhr

Tom Malmquist
In jedem Augenblick unseres Lebens

DER BLAUE SALON
Tom Malmquist hat die Lesung abgesagt, René Schwittay wird trotzdem aus dem Buch „In jedem Augenblick unseres Lebens“ lesen, außerdem:
Gerade gelesen, gesehen, gehört

Ein erster Abend zur Leipziger Buchmesse, Moderation Carsten Wist/ Felix Palent

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustr. 17

Karten unter:
0331-2800452

Eintritt: 5 €

»In jedem Augenblick unseres Lebens« ist ein tragisch-schönes Buch über ein Jahr, das alles verändert. Eine Geschichte über Verlust, Elternschaft und das Leben, das wir leben, Augenblick für Augenblick. Hier gibt es kein Dann, kein Später, nur Jetzt. Ein Buch wie ein einziger Atemzug.Tom und Karin erwarten ihr erstes Kind, als Karin plötzlich schwer erkrankt und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Das Baby wird per Kaiserschnitt gerettet, während Tom wie in einem Albtraum in den unterirdischen Gängen des Krankenhauses umherirrt. Zwischen Intensivstation und Säuglingsstation, zwischen Leben und Tod. Als er nach Hause zurückkehrt, hat er Karin verloren und ist allein mit einem Neugeborenen. Um sich seiner Trauer zu stellen und seiner Tochter ein Vater zu sein, beginnt er ein Buch zu schreiben.
»Wer das Buch anfängt, legt es nicht mehr aus der Hand. So wird es auch Ihnen gehen ...
Dieses Buch ist nicht nur mit starken Emotionen, sondern auch mit herausragender Fertigkeit geschrieben.«
HELSINGBORGS DAGBLAD
Tom Malmquist, geboren 1978, hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht, die von der Kritik gefeiert wurden. »In jedem Augenblick unseres Lebens« ist sein erster Roman, der in Schweden über 200.000 mal verkauft wurde.

Dienstag
28.
März 2017
19.30 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

Peter Walther
"Hans Fallada. Die Biographie"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | LERN ZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
0355 / 3806015

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Als 1932 mit "Kleiner Mann - was nun?" Falladas erster Welterfolg erscheint, liegt schon ein bewegtes Leben hinter ihm: Psychiatrieaufenthalt wegen Tötung eines Freundes in einem Scheinduell, Morphiumkonsum und Beschaffungskriminalität, Gefängnisaufenthalte, Arbeit als Annoncenjäger und Lokaljournalist. Seit seiner Pubertät ist das Schreiben für Fallada (1893-1947) ein Lebensantrieb. Erst die Ehe mit Suse jedoch gibt ihm den Rückhalt für seine ungeheure schriftstellerische Produktivität. Falladas Leben ist zugleich die Geschichte seiner lebenslangen Abhängigkeit von Alkohol, Schlaftabletten, Morphium und unseliger Kompromisse: "Der Junge kann was", lobt Goebbels. Im Auftrag des Propagandaministeriums schreibt der Bestseller-Autor der Weimarer Republik 1944 einen "nicht antisemitischen antisemitischen Roman". Nur wenig später entsteht auf Anregung von Johannes R. Becher das Buch über den Widerstand gegen das Nazi-Regime, das Jahrzehnte nach dem Tod des Schriftstellers zum zweiten Welterfolg wird. Peter Walther schildert "unfassbar material- und detailreich"(Süddeutsche Zeitung) das Leben des Schriftstellers.

Peter Walther wurde 1965 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Kunsterziehung in Greifswald, Berlin und Essen und promovierte 1995 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat Bücher über Peter Huchel, Günter Eich, Thomas Mann, Goethe und Publikationen zur Fotografiegeschichte herausgegeben. Peter Walther arbeitet im Brandenburgischen Literaturbüro.

Mittwoch
29.
März 2017
20.00 Uhr

John von Düffel
(c) Katja von Düffel

Buchpremiere: John von Düffel „Klassenbuch“.

Lesung und Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder.

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Sie sind frisch in der Oberstufe, haben Deutsch bei Frau Höppner und eine Grille im Klassenraum: So beginnt der Weg von neun sehr unterschiedlichen Schülerinnen und Schülern, die nach den Sommerferien in ein System zurückkehren, aus dem sie in absehbarer Zeit herausfallen werden. Es sind halbe Kinder und frühreife Erwachsene, Spinner und Computernerds, Schulschwänzer und Hochbegabte, Suizidgefährdete und Magersüchtige, Selbstdarsteller und Verschwindende an der Schnittstelle zwischen analoger und digitaler Welt. Was als ein Kranz aus isolierten Perspektiven beginnt, entwickelt sich bald zu einem fein verästelten Gesamtgebilde. Von Düffel führt ganz behutsam vor, wie sie die Perspektiven immer stärker vernetzen und interagieren. Auf diese Weise entsteht das kaleidoskopische Bild einer Schulklasse und ihrer Auflösung – voller Witz, Gefühl, Freude aber auch tiefer Not unter den neun Dropouts. Und im Zentrum steht eine Person, auf die sich alles irgendwie bezieht, ohne dass sie selbst zu Wort käme: ihre Lehrerin.

JOHN VON DÜFFEL wurde 1966 in Göttingen geboren, er arbeitet als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin und ist Professor für Szenisches Schreiben an der Berliner Universität der Künste. Er veröffentlichte zahlreiche Romane und Erzählungsbände bei DuMont, zuletzt: ›Wassererzählungen‹ (2014) und ›KL‹ (2015)

Dienstag
04.
April 2017
19.00 Uhr

Christine Heinicke
(c) Cassandra Klos

Christine Heinicke
"Leben auf dem Mars"

Vortrag

Rathenow | Havelrestaurant Schwedendamm | Schwedendamm 7

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 7 €

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Es gibt Leben auf dem Mars! Im Auftrag der NASA leben sechs Wissenschaftler ein Jahr lang in einem Habitat mit elf Metern Durchmesser mitten auf einem Vulkan auf Hawaii. Dort, in der HI-SEAS-Station, sollen sie einen bemannten Flug zum roten Planeten simulieren. Kontakt zur Außenwelt haben sie nur per E-Mail, wenn sie ihre Unterkunft verlassen, tragen sie Raumanzüge. Die Physikerin Christiane Heinicke ist die einzige deutsche Teilnehmerin an diesem Forschungs-Projekt. Sie gibt einen einmaligen Einblick in die Mars-WG und berichtet unter anderem vom nicht ganz spannungsfreien Zusammenleben des internationalen Teams auf engstem Raum, von Versorgungs-Engpässen und vom Dusch-Rekord, der bei 30 Sekunden liegt. Ein spannender Erfahrungs-Bericht über ein außergewöhnliches Experiment, das weichenstellend sein kann für die Zukunft der Raumfahrt.

Donnerstag
06.
April 2017
20.00 Uhr

Ulrich Schacht
(c) Christian Werner

Ulrich Schacht „Notre Dame“.

Lesung und Gespräch.
Moderation: Dr. Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Paris, Ende 1991. Der deutsche Journalist Torben Berg ist in die französische Hauptstadt geflogen, um fern von seiner Familie den Silvesterabend zu verbringen. Zwar weiß seine zwölfjährige Tochter von der Reise, nicht aber seine Frau: Ihre Ehe ist gescheitert. Der Ort ist nicht zufällig gewählt. Genau hier widerfuhr Berg anderthalb Jahre zuvor das größte Liebesglück und größte Liebesleid. Damals begleitete ihn die junge Studentin Henrike Stein aus Leipzig, die Berg nach einem Konzert Wolf Biermanns Ende 1989 kennengelernt hatte. Es begann eine gewaltige, eine erotische Liebe, die sich gleichwohl immer mehr verdunkelte und deren Schatten bis nach Paris ins Jahr 1991 reichen. Hier muss Torben Berg einen neuen Horizont finden, der sich endlich wieder aufzuhellen beginnt.

„Ulrich Schacht gelingt das Kunststück, die Turbulenzen und Kapriolen des Nachwendejahres 1990 in einer radikalen, zärtlichen Liebesgeschichte zu erzählen. Zugleich entsteht ein ‚Seelendokument’, wie es Torben Berg, Held dieser Geschichte, nennen würde – ehrlich und unverstellt. Habt keine Angst vor dem Glück (und kämpft darum), liebe Leser, das ist es, was uns dieser Roman in jeder seiner Zeilen zuruft.“ Lutz Seiler.
Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und wuchs in Wismar auf. 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, wurde er 1976 in die Bundesrepublik entlassen. Dort arbeitete er als Feuilletonredakteur und Chefreporter Kultur für Die Welt und Welt am Sonntag. Schacht erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen und Literaturstipendien, u. a. den Theodor-Wolff-Preis für herausragenden Journalismus. Er gilt als ein streitbarer Publizist, der sich nicht Konventionen, sondern einer humanistischen Tradition verpflichtet fühlt. Seit 1998 lebt Ulrich Schacht als freier Autor in Schweden. Zuletzt bei Aufbau: „Vereister Sommer“ (2011) und „Grimsey“ (2015).
Sein Leben lang hat Torben Berg den Fall der Mauer herbeigesehnt, dafür gekämpft. Doch als es endlich soweit ist, wird er von einer zerstörerischen Leidenschaft überwältigt. Ein großer Roman von Faustscher Art, in dem sich die große Geschichte mit dem Liebesschicksal eines einzelnen Mannes verwebt.

Montag
24.
April 2017
19.00 Uhr

Geert Mak
(c) C.Buis

Geert Mak "Die vielen Leben des Jan Six: Geschichte einer Amsterdamer Dynastie"

Moderation: Jan Konst

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | F.-Ebert-Str.17

Karten unter:
0331-289 67 30

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Sie sind die Buddenbrooks der Niederlande: Die Six-Dynastie gehört seit dem Goldenen Zeitalter zu den politisch und kulturell bedeutendsten Familien des Landes. Bestsellerautor Geert Mak folgt den Spuren dieser Familie, die seit mehr als vierhundert Jahren in Amsterdam ansässig ist, und erweckt ihre Geschichte und Geschichten zu neuem Leben. Er erzählt die Biographie der Familie bis heute und entwirft zugleich ein ebenso farbiges wie schillerndes Panorama ihrer unterschiedlichen Epochen.
Jan Six - Mäzen, Aufklärer, Kunstsammler, Amsterdamer Regent und verewigt auf einem der schönsten Porträts, das Rembrandt je schuf - gilt als Begründer der Dynastie und hatte eine ganze Reihe von Nachkommen, von denen der jeweils Erstgeborene seinen Namen trug. Wie er gelangten viele von ihnen in den darauffolgenden Jahrhunderten in Kunst, Politik und Wissenschaft zu Reichtum und Ruhm. Andere Familienmitglieder wiederum verbrachten ihr Leben in Armut und Einsamkeit. Zahlreiche Tagebücher, Briefe, Notizen und Aufzeichnungen, die sich zusammen mit dem Rembrandt-Bildnis bis heute im Besitz der Familie befinden, zeugen davon. »Die vielen Leben des Jan Six« ist die Geschichte einer Familie und ihrer Stadt über viele Generationen hinweg. Es ist eine Geschichte von Ambitionen und Scheitern, von Größe und der ewigen Angst vor dem Niedergang.

Geert Mak, geboren 1946, ist einer der bekanntesten Publizisten der Niederlande und gehört nach drei großen Bestsellern zu den wichtigsten Sachbuchautoren des Landes. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen zählen "Amsterdam" (1997), "Das Jahrhundert meines Vaters" (2003) und "In Europa" (2005). Zuletzt erschien "Amerika! Auf der Suche nach dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten" (2013). Für sein Werk erhielt Geert Mak 2008 den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung. Seine Bücher sind internationale Bestseller und wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt.

Donnerstag
27.
April 2017
19.30 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

Peter Walther "Hans Fallada. Die Biographie".

Lesung & Gespräch, Moderation Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 4

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 6 / 4 €

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Als 1932 mit "Kleiner Mann - was nun?" Falladas erster Welterfolg erscheint, liegt schon ein bewegtes Leben hinter ihm: Psychiatrieaufenthalt wegen Tötung eines Freundes in einem Scheinduell, Morphiumkonsum und Beschaffungskriminalität, Gefängnisaufenthalte, Arbeit als Annoncenjäger und Lokaljournalist. Seit seiner Pubertät ist das Schreiben für Fallada (1893-1947) ein Lebensantrieb. Erst die Ehe mit Suse jedoch gibt ihm den Rückhalt für seine ungeheure schriftstellerische Produktivität. Falladas Leben ist zugleich die Geschichte seiner lebenslangen Abhängigkeit von Alkohol, Schlaftabletten, Morphium und unseliger Kompromisse: "Der Junge kann was", lobt Goebbels. Im Auftrag des Propagandaministeriums schreibt der Bestseller-Autor der Weimarer Republik 1944 einen "nicht antisemitischen antisemitischen Roman". Nur wenig später entsteht auf Anregung von Johannes R. Becher das Buch über den Widerstand gegen das Nazi-Regime, das Jahrzehnte nach dem Tod des Schriftstellers zum zweiten Welterfolg wird. Peter Walther schildert "unfassbar material- und detailreich"(Süddeutsche Zeitung) das Leben des Schriftstellers.
Peter Walther wurde 1965 in Berlin geboren, studierte Germanistik und Kunsterziehung in Greifswald, Berlin und Essen und promovierte 1995 an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er hat Bücher über Peter Huchel, Günter Eich, Thomas Mann, Goethe und Publikationen zur Fotografiegeschichte herausgegeben. Peter Walther arbeitet im Brandenburgischen Literaturbüro.

Donnerstag
04.
Mai 2017
20.00 Uhr

Thea Dorn
(c) Karin Rocholl

Tafelrunde Sanssouci
"Adams Äpfel und Evas Erbe. Über Biologie und Genderfragen"

mit Axel Meyer und Thea Dorn, Moderation: Ingo Kahle

Potsdam | Neue Kammern Sanssouci

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 € (nur auf Einladung)

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Was ist typisch für Männer, was ist typisch für Frauen? Warum verhalten wir uns so, wie wir es tun? Warum haben wir die gleichen Talente wie der Vater oder die gleichen Charaktereigenschaften wie die Großmutter? Wo endet die Macht der Gene, und was lässt sich durch Ernährung, Erziehung und Kultur ändern? Der Evolutionsbiologe Axel Meyer beschäftigt sich mit den »heißen Eisen« der Genforschung und erläutert, was zu Themen wie Geschlecht vs. Gender, Intelligenz, Homosexualität und ethnischen Unterschieden bekannt ist. Provokant, anschaulich und auf aktuellem Forschungsstand zeigt er auf, wie stark uns Gene bestimmen. Dieses Buch zielt mitten in die aufgeheizte Debatte um die stark sich entwickelnde Genderforschung.

Axel Meyer, geboren 1960, ist seit 1997 Professor für Zoologie und Evolutionsbiologie an der Universität Konstanz. Der international bekannte Genomforscher studierte in Marburg, Kiel, Miami, Berkeley und Harvard. Er war Gastprofessor in Berkeley, Stanford und Ottawa und Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Er erhielt viele Auszeichnungen und Preise und ist Mitglied mehrerer Akademien. Meyer war fünf Jahre Kolumnist für das Handelsblatt, filmte eine DVD-Reihe zur Evolutionsbiologie für die ZEIT-Akademie und schreibt regelmäßig für die ZEIT, FAZ und NZZ. Seine erfolgreiche öffentliche Vermittlung von Wissenschaft wurde 2008 mit dem Europäischen EMBO-Preis "Communication in the Life Sciences" gewürdigt.

Thea Dorn, geboren 1970, studierte Philosophie und Theaterwissenschaften in Frankfurt, Wien und Berlin und arbeitete als Dozentin und Dramaturgin. Sie schrieb eine Reihe preisgekrönter Romane und Bestseller (zuletzt "Die Unglückseeligen"), Theaterstücke, Drehbücher und Essays und zuletzt mit Richard Wagner den Sachbuch-Bestseller "Die deutsche Seele". Sie moderierte die Sendung "Literatur im Foyer" im SWR-Fernsehen. Der Film "Männertreu", zu dem sie das Drehbuch geschrieben hat, wurde 2014 mit dem "Deutschen Fernsehpreis" als bester Fernsehfilm des Jahres und 2015 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Seit März 2017 ist sie festes Mitglied beim "Literarischen Quartett". Thea Dorn lebt in Berlin.

Dienstag
09.
Mai 2017
20.00 Uhr

Dirk Stermann
(c) Daniel K. Gebhart / www.fotax.at | Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5

Dirk Stermann "Der Junge bekommt das Gute zuletzt"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Dirk Stermann hat den traurigsten Roman der Welt geschrieben: Sein Held ist noch nicht vierzehn und schon ganz allein. Claude ist anders als andere Dreizehnjährige; da muss man gar nicht erst seine Faszination für die Geschichte der Todesstrafe in Wien erwähnen. Sein Vater lehrt Posaune am Konservatorium, die Mutter ist Ethnologin aus Leidenschaft, und das geht so weit, bis eines Tages ein echter Indio in die Wohnung zieht. Eilig wird eine Mauer hochgezogen: Auf der einen Seite wohnt die Mutter mit Claudes Bruder und dem neuem Liebhaber, auf der anderen Claude und sein Vater. Der hat aber schnell auch eine Neue (Flötistin, Veganerin, Deutsche). Bald sind beide Parteien ausgezogen, Claude bleibt allein zurück, warum auch nicht? Überhaupt soll er weniger rumjammern, findet seine dicke Großmutter, und mehr an andere denken.

Dirk Stermann, geboren 1965 in Duisburg, lebt seit 1987 in Wien. Er zählt zu den populärsten Kabarettisten und Radiomoderatoren Österreichs und ist auch in Deutschland durch Fernseh- und Radioshows sowie durch Bühnenauftritte und Kinofilme weit bekannt.

Dienstag
09.
Mai 2017
19.30 Uhr

Olga Grjasnowa
(c) René Fietzek

Lausitzer LesART
Olga Grjasnow "Gott ist nicht schüchtern"

Lesung

Cottbus | LERN ZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
0355 / 3806015

Eintritt: 10 / 8 €

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Amal und Hammoudi sind jung, schön und privilegiert, und sie glauben an die Revolution in ihrem Land. Doch plötzlich verlieren sie alles und müssen ums Überleben kämpfen. Sie fliehen. In Berlin werden sich Amal und Hammoudi wiederbegegnen: zwei Menschen, die alles verloren haben und nun von vorn anfangen müssen. Ein erschütterndes, direktes Buch.
Olga Grjasnowa, geboren 1984 in Baku, Aserbaidschan. Längere Auslandsaufenthalte in Polen, Russland, Israel und der Türkei. Für ihren vielbeachteten Debütroman 2Der Russe ist einer, der Birken liebt2 wurde sie mit dem Klaus-Michael Kühne-Preis und dem Anna Seghers-Preis ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2014 "Die juristische Unschärfe einer Ehe". Beide Romane wurden für die Bühne dramatisiert. Olga Grjasnowa lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Sonntag
14.
Mai 2017
13.00 Uhr

Hans Pleschinski
(c) C. H. Beck Verlag

Hans Pleschinski “Nie war es herrlicher zu leben. Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ 1718-1784”

Nennhausen | Schloß Nennhausen | Fouqué-Platz 4

Karten unter:
0331-2804103
oder: benitavonstechow@gmx.de

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Herzog Emanuel von Croÿ (1718 – 1784) stammte aus einer altadligen Familie französisch-deutschen Ursprungs. Er war Landbesitzer, ranghoher Militär, Beobachter und profunder Chronist seiner Zeit. Sein Faible gilt der Literatur, Architektur sowie dem Theater. Er war nicht nur ein produktiver Autor von Essays und Pamphleten, sondern auch ein besessener Tagebuchschreiber, von dem tausende Seiten seines Journals seit 1740 überliefert sind.
Hans Pleschinski hat das Tagebuchkonvolut in Frankreich entdeckt und zum ersten Mal in einer Auswahl für das deutsche Publikum übersetzt und herausgegeben. Croÿs Schilderungen sind eine farbige, streckenweise einzigartige Fundgrube, was das politische und gesellschaftliche, private und höfische Leben im 18. Jahrhundert in Frankreich und Deutschland bis zur Französischen Revolution anbelangt. Seine Begegnungen mit Voltaire und Benjamin Franklin, den Brüdern Montgolfier, die Porträts von Madame de Pompadour bis zu Marie Antoinette oder die Hinrichtung eines Attentäters sowie das Sterben Ludwigs XV. – all diese Miniaturen des Herzogs bilden ein unschätzbares und präzises Dokument einer untergegangenen Welt.

Hans Pleschinski, 1956 in Celle geboren, studierte Literatur- und Theaterwissenschaften und lebt als freier Autor in München. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, zuletzt „Königsallee“ (2013) und „Ich war glücklich, ob es regnete oder nicht: Else Sohn-Rethel – Lebenserinnerungen“ (2016), gab eine Auswahl aus dem Briefwechsel zwischen Voltaire und Friedrich dem Großen, die Briefe der Madame de Pompadour sowie Erzählungen von E.T.A. Hoffmann heraus.

Donnerstag
18.
Mai 2017
19.00 Uhr

Hans-Joachim Maaz
(c) Anna Weise

Hans-Joachim Maaz
Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Vortrag & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542-8730

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren.
Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
24.
Mai 2017
19.30 Uhr

Bruno Preisendörfer
(c) Amrei-Marie, Wikipedia

Lausitzer LesART
Bruno Preisendörfer "Als unser Deutsch erfunden wurde: Reise in die Lutherzeit"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | LERN ZENTRUM Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Karten unter:
0355 / 3806015

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Martin Luther lag erst ein gutes Jahr in der Wittenberger Schlosskirche im Sarg, als im Frühling 1547 von den Türmen seiner alten Predigtkirche, der Stadtkirche St. Marien, die Aufbauten von den Türmen genommen wurden. Auf die freigemachten Plattformen sollten Kanonen gehievt werden, mit denen man die Landsknechte Karls V. vom Sturm auf die Stadt abhalten wollte. Letztendlich wurde die Stadt friedlich übergeben; Wittenberg wurde nicht geplündert. Luthers Leichnam wurde nicht aus dem Grab geholt und verbrannt, um noch posthum die Reichsacht an ihm zu vollstrecken - obwohl es Stimmen gab, die dies forderten. Die Türme bekamen neue Spitzhelme - und erst ein halbes Jahrtausend später (bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 1910) fand man eine von Philipp Melanchthon handschriftlich verfasste Chronik der Zeit - einer Zeit, die bewegter, aber (für Deutschland) auch zukunftsformender kaum hätte sein können.
Bruno Preisendörfer schaut Luther und vielen seiner Zeitgenossen über die Schulter, wir erleben ihr öffentliches Wirken, aber auch ihren Alltag. Mit Götz von Berlichingen überfallen wir Nürnberger Kauf leute und werden selbst von Nürnbergern belagert. Wir sehen den Fuggern in ihrem Augsburger Kontor auf die Finger und machen uns mit den Welsern bei der Ausbeutung Venezuelas die Hände schmutzig. Albrecht Dürer lernen wir beim Malen kennen, Hans Sachs beim Versemachen und Luthers Frau Katharina bei der Haushaltsführung - bis wir mit ihr vor der Pest aus Wittenberg fliehen. Wir erleben, wie mühsam die Alltagsverrichtungen sind, vom Zubereiten der Mahlzeiten bis zum Beschaffen der Kleidung. Wir reihen uns in Landsknechte-Haufen ein, proben mit fränkischen und thüringischen Bauern den Aufstand, lauschen brav den Predigern und fürchten uns vor dem Jüngsten Gericht.
Bruno Preisendörfer ist freischaffender Publizist und Schriftsteller mit eigener Internetzeitschrift (www.fackelkopf.de). Er hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. bei Galiani Berlin: Der waghalsige Reisende. Johann Gottfried Seume und das ungeschützte Leben (2012), Als Deutschland noch nicht Deutschland war. Reise in die Goethezeit (2015) und Als unser Deutsch erfunden wurde. Reise in die Lutherzeit (2016).

Dienstag
30.
Mai 2017
20.00 Uhr

Jörg Friedrich
(c) Scherhaufer

100 Jahre Russische Revolution
"Lenins Machtergreifung oder mußte das sein?"

Jörg Friedrich. Vortrag.

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Der Ruin Europas im 20. Jahrhundert begann mit der Niederlage zweier Demokratien; der eine Fall ist weltberühmt, der andere weniger. Weimar verlor in fünfzehneinhalb Jahren. Noch folgenschwerer aber rasend schnell zerstörte sich die russische Demokratie, die vor 100 Jahren, im Februar 1917 ans Ruder kam. Der Zar wurde gestürzt, die Parteien stellten die Regierung, Räte wurden gewählt und kontrollierten jeden Schritt, das ganze Land verwandelte sich in eine öffentliche Dauerversammlung. Der "Oktoberrevolution" genannte Staatsstreich begründete eine Parteidiktatur, vielerorts beliebt bis zum heutigen Tag.
Die Weltgeschichte wäre glücklicher verlaufen, hätte sich die russische Demokratie nach der Februarrevolution 1917 behaupten können. Kein Mensch rief da nach Gleichschaltung durch Führererlaß. Es kann aber sein, daß ein Freiheitssystem darin versagt, eine funktionierende Ordnung zu schaffen, daß es den Kopf verliert, frohgemut Katastrophenpolitik betreibt. Dann wird es davongejagt. Dies bewirkt aber nicht allein die Kunst der großen Machtergreifer, ob Lenin, ob Hitler. Erzählen wir abwechselungshalber eine andere Geschichte: Wie eine Demokratie sich selber ruiniert.
Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: Der Brand liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband Brandstätten wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen. 2014 erschien sein Buch "14/18. Der Weg nach Versailles.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
31.
Mai 2017
19.30 Uhr

Jörg Friedrich
(c) Scherhaufer

100 Jahre Russische Revolution
"Lenins Machtergreifung oder mußte das sein?"

Jörg Friedrich. Vortrag.

Premnitz | Villa am See | Mozartstr.1

Karten unter:
03386 / 2139680

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Der Ruin Europas im 20. Jahrhundert begann mit der Niederlage zweier Demokratien; der eine Fall ist weltberühmt, der andere weniger. Weimar verlor in fünfzehneinhalb Jahren. Noch folgenschwerer aber rasend schnell zerstörte sich die russische Demokratie, die vor 100 Jahren, im Februar 1917 ans Ruder kam. Der Zar wurde gestürzt, die Parteien stellten die Regierung, Räte wurden gewählt und kontrollierten jeden Schritt, das ganze Land verwandelte sich in eine öffentliche Dauerversammlung. Der "Oktoberrevolution" genannte Staatsstreich begründete eine Parteidiktatur, vielerorts beliebt bis zum heutigen Tag.
Die Weltgeschichte wäre glücklicher verlaufen, hätte sich die russische Demokratie nach der Februarrevolution 1917 behaupten können. Kein Mensch rief da nach Gleichschaltung durch Führererlaß. Es kann aber sein, daß ein Freiheitssystem darin versagt, eine funktionierende Ordnung zu schaffen, daß es den Kopf verliert, frohgemut Katastrophenpolitik betreibt. Dann wird es davongejagt. Dies bewirkt aber nicht allein die Kunst der großen Machtergreifer, ob Lenin, ob Hitler. Erzählen wir abwechselungshalber eine andere Geschichte: Wie eine Demokratie sich selber ruiniert.
Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: Der Brand liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband Brandstätten wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen. 2014 erschien sein Buch "14/18. Der Weg nach Versailles.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Montag
12.
Juni 2017
20.00 Uhr

Stefan Hertmans
(c) Michiel Hendryckx

Stefan Hertmans „Die Fremde“.

Moderation: Sigrid Löffler
Ein historischer Roman über eine zeitlose Erfahrung: das Leben auf der Flucht.

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Als Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war, begibt er sich auf Spurensuche. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Diese historisch verbürgte Figur lässt ihn nicht mehr los, er tastet sich erzählend an ihr Leben heran. Vigdis nennt er die Frau, die für die Liebe zum Sohn des Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt und zu Hamutal wird, die alles verliert und ganz allein nach Jerusalem aufbricht. Mit seiner grandiosen literarischen Rekonstruktion dieser Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung ist Hertmans ein erschreckend gegenwärtiger Roman gelungen.
Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Für Der Himmel meines Großvaters erhielt er 2014 den AKO Literatuurprijs und De Gouden Uil.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Dienstag
13.
Juni 2017
19.00 Uhr

Stefan Hertmans
(c) Michiel Hendryckx

Stefan Hertmans „Die Fremde“.

Moderation: Sigrid Löffler
Ein historischer Roman über eine zeitlose Erfahrung: das Leben auf der Flucht

Premnitz | Villa am See | Mozartstr. 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Als Stefan Hertmans erfährt, dass seine zweite Heimat, der Ort Monieux in Frankreich, vor tausend Jahren Schauplatz eines Pogroms durch die Kreuzritter war, begibt er sich auf Spurensuche. Unter den Überlebenden soll eine junge Frau christlicher Herkunft gewesen sein. Diese historisch verbürgte Figur lässt ihn nicht mehr los, er tastet sich erzählend an ihr Leben heran. Vigdis nennt er die Frau, die für die Liebe zum Sohn des Rabbi ihre Existenz aufs Spiel setzt und zu Hamutal wird, die alles verliert und ganz allein nach Jerusalem aufbricht. Mit seiner grandiosen literarischen Rekonstruktion dieser Geschichte von Liebe, Gewalt und religiöser Verfolgung ist Hertmans ein erschreckend gegenwärtiger Roman gelungen.
Stefan Hertmans, geboren 1951, gilt als einer der wichtigsten niederländischsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Preis der flämischen Gemeinschaft für Prosa. Für Der Himmel meines Großvaters erhielt er 2014 den AKO Literatuurprijs und De Gouden Uil.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
21.
Juni 2017
19.00 Uhr

Jennipher Antoni
(c) Peter Ziesche

Gusel Jachina. "Suleika öffnet die Augen"

Lesung und Gespräch.
Die Schauspielerin Jeniffer Antoni liest den deutschen Text.
Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
0331-2804103
oder: 03385-510232

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„Dieser Roman trifft mitten ins Herz.“ Ljudmila Ulitzkaja.

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist.
Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015
Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule . “Suleika öffnet die Augen“ ist ihr erster Roman.
Jennipher Antoni, geboren 1976 in Berlin, Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam, Studium Russistik/ Japanologie Humboldt-Universität Berlin. Nachdem sie Frank Beyer für eine erste Filmarbeit entdeckt hatte, bekam sie eine durchgehende Serienrolle bei der beliebten TV-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht".
Sie arbeitet kontinuierlich für Film und Fernsehen. Bis 2008 stand sie als Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters Potsdam unter der Intendanz Uwe Eric Laufenbergs u.a. mit Katharina Thalbach, Dieter Mann, Winfried Glatzeder, Angelica Domröse, Desiree Nick in Hauptrollen auf der Bühne.

Eine Lesung innerhalb der Lesereihe Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2017.

Donnerstag
22.
Juni 2017
19.30 Uhr

Jennipher Antoni
(c) Peter Ziesche

Gusel Jachina. "Suleika öffnet die Augen"

Lesung und Gespräch.
Die Schauspielerin Jeniffer Antoni liest den deutschen Text.
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 2

Karten unter:
0331-2804103
oder: 03377-3040477

Eintritt: 6 / 4 €

RESERVIEREN

„Dieser Roman trifft mitten ins Herz.“ Ljudmila Ulitzkaja.

Suleika ist eine tatarische Bäuerin. Eingeschüchtert und rechtlos lebt die Mutter von vier im Säuglingsalter gestorbenen Kindern auf dem Hof ihres viel älteren Mannes. Ihr Weg zu sich selbst führt durch die Hölle, das Sibirien der von Stalin Ausgesiedelten. Ein anrührendes und meisterhaftes Debüt, das in 21 Sprachen übersetzt ist.
Vielfach preisgekrönt, u.a. als Großes Buch 2015 und mit dem Jasnaja Poljana-Preis 2015
Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule . “Suleika öffnet die Augen“ ist ihr erster Roman.
Jennipher Antoni, geboren 1976 in Berlin, Ausbildung an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam, Studium Russistik/ Japanologie Humboldt-Universität Berlin. Nachdem sie Frank Beyer für eine erste Filmarbeit entdeckt hatte, bekam sie eine durchgehende Serienrolle bei der beliebten TV-Serie "Unser Lehrer Dr. Specht".
Sie arbeitet kontinuierlich für Film und Fernsehen. Bis 2008 stand sie als Ensemblemitglied des Hans Otto Theaters Potsdam unter der Intendanz Uwe Eric Laufenbergs u.a. mit Katharina Thalbach, Dieter Mann, Winfried Glatzeder, Angelica Domröse, Desiree Nick in Hauptrollen auf der Bühne.

Eine Lesung innerhalb der Lesereihe Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2017.

Samstag
24.
Juni 2017
18.00 - 24.00 Uhr

Harald Martenstein
(c) Susanne Schleyer

"Brandenburg liest".

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an diesem Abend zahlreiche Neuerscheinungen von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Der Abend wird musikalisch begleitet von dem Gitarristen Benedikt Reidenbach.

Julia Schoch - "Schöne Seelen und Komplizen"
Ferenc Liebig - "Die Guten werden gehen"
Harald Martenstein - "Im Kino"
Nell Zink - "Mauerläufer"
Lutz Seiler - "Meine Wohnung"
Bärbel Dalichow - "Abseits mit Montaigne"
Paula Schneider - "Bleib bei mir, denn es will Abend werden"
Sven Stricker - "Mensch, Rüdiger!"

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH und den Literaturladen Wist. Präsentiert von der Märkischen Allgemeinen
Das Brandenburgische Literaturbüro präsentiert an einem Abend zahlreiche Neuerscheinungen und von Autoren und Autorinnen, die Ihren Lebensmittelpunkt in Brandenburg gefunden haben. Der Abend wird musikalisch begleitet von dem Gitarristen Benedikt Reidenbach.

Donnerstag
29.
Juni 2017
20.00 Uhr

Hans-Joachim Maaz
(c) Anna Weise

Hans-Joachim Maaz
Das falsche Leben. Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Vortrag & Gespräch
Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft - bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am "System" abzureagieren.
Der Hallenser Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände - vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. Das falsche Leben ist das Buch zur Stunde - Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer Stiftung/
Politisches Bildungsforum Brandenburg

Mittwoch
05.
Juli 2017
20.00 Uhr

Hanns-Josef Ortheil
(c) Hans Weingartz, Wikipedia

lit:potsdam no. 5
"Wie ich arbeite" Vortrag, Diashow & Werkstattgespräch

Hanns-Josef Ortheil

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Eintritt: 14,95 €

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Hanns-Josef Ortheil ist der diesjährige Writer in Residence des 5. Literaturfestivals lit:potsdam, welches vom 6. bis 9. Juli 2017 in Potsdam und Umgebung stattfindet. An diesem Abend gewährt der Autor dem Publikum einen exklusiven Einblick in seine "Werkstatt", er zeigt Fotos, Typoskripte und Sammelstücke, die für Leben und Arbeit prägend waren.
Ortheil wurde 1951 in Köln geboren. Er ist Schriftsteller, Pianist und Professor für Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Seit vielen Jahren gehört er zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Sein Werk ist mit vielen Preisen ausgezeichnet worden, darunter dem Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und zuletzt dem Stefan-Andres-Preis. Seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Mittwoch
11.
Oktober 2017
19.30 Uhr

Sven Stricker
(c) Hanna Lippmann

Sven Stricker liest "Mensch, Rüdiger!"

Rathenow | Bibliothek | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 7 / 5 €

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Eine bittersüße Komödie über den Sinn des Lebens
Rüdiger ist Lehrer, verheiratet, Cordhose, 2 Kinder. Für den Rest der Welt ist er nahezu unsichtbar. An seinem 40. Geburtstag, mitten im Unterricht, merkt er, dass er sein bisheriges Leben nicht mehr erträgt. Er steht auf und geht.
Tom hatte vor Jahren einen Bestseller. Danach: Schreibblockade, Lebensblockade. Jetzt sitzt er im Supermarkt an der Kasse, von Ohnmachtsanfällen heimgesucht, und hilft biologisch verteuerter Landwurst übers Laufband. Bis es auch ihm reicht.
Rüdiger und Tom treffen sich auf einer Talbrücke. Beide wollen die Welt hinter sich lassen. Am Ende aber beschließen sie: Fünf Tage lang werden sie testen, ob das Leben nicht vielleicht doch noch lebenswert ist.

Sven Stricker wurde 1970 geboren und wuchs in Mülheim an der Ruhr auf. Er studierte Komparatistik, Anglistik und Neuere Geschichte. Seit 2001 arbeitet er als freier Wortregisseur, Bearbeiter und Autor und gewann in dieser Funktion mehrmals den Deutschen Hörbuchpreis, zuletzt 2009 für seine Hörspielbearbeitung und Regie des Romans «Herr Lehmann» von Sven Regener. «Schlecht Aufgelegt» ist sein erster Roman. Er lebt in Potsdam und hat eine Tochter.

Donnerstag
16.
November 2017
19.30 Uhr

Christian Eisert
(c) Reto Klar

Christian Eisert stellt sein Buch „Kim und Struppi - Ein unmöglicher Urlaub oder: Tanzen mit Atomraketen“ in Wort & Bild vor.

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 2

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 6 / 4 €

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Wie viele Touristen jährlich Nordkorea besuchen, lässt sich exakt sagen: wenige. Dabei hält so ein Urlaub im Reich von Kim Jong Un viele Überraschungen bereit: Autobahnen ohne Autos, Hotels, in denen der fünfte Stock fehlt, und ein Tänzchen an der gefährlichsten Grenze der Welt – zu den Klängen von "Tränen lügen nicht". Zusammen mit der kratzbürstigen Fotoreporterin Thanh Hoang ist Christian Eisert sechs Tage und 1.500 Kilometer durch die Demokratische Volksrepublik gereist. Mit gefälschten Biographien. Unter ständiger Beobachtung des Geheimdienstes. Und immer auf der Suche nach Kim Il Sungs legendärer regenbogenfarbener Wasserrutsche. Das Ergebnis ist einfach irre – und sehr komisch.

CHRISTIAN EISERT, geboren 1976 in Ostberlin, ist TV-Autor, Satiriker und Comedy-Coach. Er schreibt Gags, Sketche und Drehbücher u. a. für Harald Schmidt und die Fernsehshows Alfons und Gäste und Grünwald Freitagscomedy. Erste Erfahrungen mit Nordkorea sammelte er im Jahr 1988, als er an seiner Schule zu Ehren einer Gästedelegation aus Pjöngjang Arbeiterkampflieder sang.