Als im Sommer 1914 der Erste Weltkrieg ausbricht, sind Künstler und Intellektuelle in Frankreich und Deutschland nicht nur Opfer der Zeitstimmung, sondern häufig auch Meinungsführer im Propagandakrieg. "In den Kriegen von heute, die ganze Völker mitreißen, ist auch der Gedanke dienstpflichtig geworden", schreibt Romain Rolland.

Wie sich die Intellektuellen und Künstler öffentlich zum Krieg verhalten haben, ist hinlänglich dokumentiert. Wie aber haben sie die Zeit privat erlebt und reflektiert? Aus einer Collage privater Texte entsteht das kollektive Tagebuch französischer und deutscher Autoren während der Zeit des Ersten Weltkriegs.

Illustriert werden die Texte durchgängig mit authentischen Farfotos, die von dem Franzosen Jules Gervais-Courtellemont und dem Deutschen Hans Hildenbrand aufgenommen wurden. Bild und Text ergeben eine Chronik jener Umbruchzeit, die das Ende des alten Europa markiert und heute als die eigentliche Zeitenwende im 20. Jahrhundert verstanden wird.

Der Katalog zur Ausstellung

"Endzeit Europa. Ein kollektives Tagebuch deutschsprachiger Schriftsteller, Künstler und Gelehrter im Ersten Weltkrieg",
Wallstein-Verlag, Göttingen 2008, 431 Seiten, 54 Farbabbildungen,

29,90 Euro

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AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
9.11.2008, 11.00 Uhr: Eröffnung der Ausstellung durch die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Johanna Wanka, im Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloß Rheinsberg, Einführung: Peter Walther, Lesung: Moritz Führmann

Weiter Informationen entnehmen Sie bitte dem »Flyer zur Ausstellung«

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Eine Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros
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