Veranstaltungen im November 2020

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Bitte melden Sie sich über den "reservieren"-Button für die Veranstaltungen an. Wenn möglich, finden die Lesungen im Freien statt. Bitte erkundigen Sie sich kurzfristig auf dieser Seite, ob die Veranstaltung stattfinden kann.
Dienstag
10.
November 2020
20.00 Uhr

Oskar Roehler
(c) Nadine Fraczkowski

 

Oskar Roehler
„Der Mangel“

Moderation: Carsten Wist

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 €

Der Mangel erzählt vom Aufwachsen und Großwerden einer Gruppe von Kindern in den Sechzigern, von den Anstrengungen der Väter, Wohlstand, zumindest die Illusion davon, auch für ihre Familien zu schaffen. Von den Rückschlägen, die sie erleiden. Von den Sorgen und Existenzängsten der Mütter, die sie vor ihrer Zeit altern lassen. Vor allem aber er erzählt er in Anlehnung an die Kindheit des Autors von dem fundamentalen Wandel der bundesrepublikanischen Gesellschaft in der Wirtschaftswunderzeit. Vom Übergang einer Mangelgesellschaft, in der es von allem zu wenig gab, in eine Konsumgesellschaft, die den Menschen ihre Würde raubt. Und er entwirft zugleich ein Gegenbild dazu, einen Ausweg sowohl aus dem Mangel wie aus dem Überfluss: die Kunst. So ist der Roman auch der persönliche Bildungsroman Roehlers, in dessen Zentrum seine Erfahrung mit der Kunst steht, deren Entdeckung in jungen Jahren sein Rettungsanker für das Überleben geworden ist.

Oskar Roehler, 1959 in Starnberg bei München geboren, ist Filmregisseur, Journalist und Autor. Der Sohn der Schriftstellerin Gisela Elsner und des Schriftstellers Klaus Roehler wuchs ab dem vierten Lebensjahr bei seinen Großeltern und dann wieder bei seinem Vater in Darmstadt auf, wo er auch sein Abitur machte. Seit Beginn der 1980er-Jahre ist er als Autor tätig. Zu seinen Werken zählen unter anderem Drehbücher für Niklaus Schilling, Christoph Schlingensief und Mark Schlichter. Seit Mitte der 1990er-Jahre wurde Roehler vor allem als Spielfilmregisseur bekannt. Seine erfolgreichsten Filme sind u.a. Die Unberührbare (Deutscher Filmpreis), Agnes und seine Brüder und Elementarteilchen. Oskar Roehler ist verheiratet und lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung des Literaturladens Wist in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro

Donnerstag
12.
November 2020
19.00 Uhr

Wolfgang Büscher
(c) Frank Zauritz

 

Wolfgang Büscher - „Heimkehr“

Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Havelrestaurant Schwedendamm | Schwedendamm 7

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
03385 / 510232

Eintritt: 8 / 6 €

Ein Junge steht am Fenster seines Elternhauses, Abend für Abend, und schaut der Sonne zu, wie sie hinter den Hügelketten im Westen verschwindet. Die Wälder durchstreift er mit Freunden. Sie bauen Hütten, die der Förster zerstört. Es sind die frühen sechziger Jahre.
Jahrzehnte darauf macht Wolfgang Büscher den Traum seiner Kindheit wahr. Er zieht in den Wald und erlebt dort Frühjahr, Sommer, Herbst. Ein Fürstenhaus an der hessisch-westfälischen Grenze, wo Büscher aufwuchs, überlässt ihm eine Jagdhütte – mitten im Wald, mitten in Deutschland. Hier schlägt er sein Feldbett auf. Kein Strom, kein fließend Wasser. Er richtet sich auf eine stille Zeit ein, auf Holzhacken und Feuermachen, eine Jagd ab und zu, eine Wanderung, ein Schützenfest, auf radikale Einsamkeit und eine Schwärze der Nächte, die in der Stadt unbekannt ist. Das Jahr wird ungeahnt dramatisch, Sturm, Hitze und Käferplage bringen den halben Wald um. Und noch etwas ändert alles. Büschers Mutter stirbt in diesem Sommer, das Haus, in dem er aufwuchs, ist nun leer, aber voller Erinnerungen. Eine Heimkehr, existenzieller als erwartet.
Ein Buch aus einer Welt fern vom Getöse und Gelärm unserer Zeit. Erkundung des eigenen Landes, Sturm der Erinnerung und Éducation sentimentale zugleich – literarisch, hellsichtig, überwältigend.

Wolfgang Büscher, geboren 1951 bei Kassel, ist Schriftsteller und Autor der «Welt». Seine Reiseerfahrungen, schrieb «Der Spiegel», «gehören zum Besten, was in den letzten Jahren in deutscher Sprache erschienen ist». Büscher veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter «Berlin - Moskau» (2003), «Deutschland, eine Reise» (2005), «Hartland» (2011) und «Ein Frühling in Jerusalem» (2014). Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kurt-Tucholsky-Preis, dem Johann-Gottfried-Seume-Literaturpreis und dem Ludwig-Börne-Preis.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Buchhandlung Tieke

Samstag
14.
November 2020
16.00 Uhr

Peter Walther
(c) Steffen Mühle

 

Peter Walther
„Fieber. Universum Berlin 1930-1933“

Lesung und Gespräch.
Moderation: Hendrik Röder

Teichland-OT Maust | Gemeindehaus

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: 035601 / 24514

Eintritt: Eintritt frei, Spende erwünscht

Berlin ist 1930 die glanzvolle Metropole des neuen Europa, moderner, schneller und freier als die anderen Hauptstädte des Kontinents. Nirgendwo sonst liegen Verschwendung und Elend so dicht beieinander. Während sich Kommunisten und Nationalsozialisten blutige Saalschlachten liefern und Dorothy Thompson Hitler interviewt, wirft der Hellseher Erik Jan Hanussen Schicksalsbälle ins Publikum. SA-Chef Ernst Röhm zieht durch die Transvestiten-Lokale im Berliner Westen und Ernst Thälmann findet Trost bei seiner Geliebten. Heinrich Brüning, eben noch Kanzler des Deutschen Reichs, spielt am Abend seiner Entlassung mit den Kindern seiner Freunde „Mensch ärgere Dich nicht“. Die Stadt ist im Fieber. Am Ende geht es nur noch um eins: Kommt das „Dritte Reich“? Peter Walther leuchtet die Lebenswege der Protagonisten dieser Schicksalsjahre aus und führt sie auf der Bühne eines geschichtlichen Dramas zusammen, dessen Ausgang das Gesicht der Welt verändert hat.

Peter Walther, geboren 1965 in Berlin, studierte Germanistik und Kunstgeschichte und wurde 1995 in Berlin promoviert. Zusammen mit Birgit Dahlke, Klaus Michael und Lutz Seiler gab er die Literaturzeitschrift „moosbrand“ heraus. Heute leitet er gemeinsam mit Hendrik Röder das Brandenburgische Literaturbüro in Potsdam. 2017 erschien sein Bestseller „Hans Fallada. Die Biographie“.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Seniorenbeauftragten Teichland.

Donnerstag
19.
November 2020
19.30 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

 

Steffen Schroeder
„Mein Sommer mit Anja“

Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Stadtbibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
03377 / 3040-477

Eintritt: 10 / 8 €

Steffen Schroeder erzählt von einer Freundschaft zu dritt und einem Geheimnis – der Liebe zu einem wilden Mädchen, das mit allen Regeln bricht. Warum ist Anja von ihrer Familie weg? Stückweise gibt sie ihre Geschichte preis, doch niemand darf von ihr erfahren, Konrad muss immer mehr lügen, kümmert sich kaum mehr um Holger, seinen geistig leicht behinderten Freund, bei dem indessen zarte Eifersucht erwacht. Und Konrad muss sich fragen, wohin er selbst eigentlich gehört. // Steffen Schroeder, 1974 in München geboren, war Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater und beim Berliner Ensemble. Er wirkte in zahlreichen Fernsehserien und Kinofilmen mit.

In Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg

Montag
23.
November 2020
20.00 Uhr

Harald Jähner
(c) Barbara Dietl

 

Harald Jähner
„Wolfszeit: Deutschland und die Deutschen 1945 – 1955“

Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

Ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2019
Harald Jähners große Mentalitätsgeschichte der Nachkriegszeit zeigt die Deutschen in ihrer ganzen Vielfalt: etwa den „Umerzieher“ Alfred Döblin, der das Vertrauen seiner Landsleute zu gewinnen suchte, oder Beate Uhse, die mit ihrem „Versandgeschäft für Ehehygiene“ alle Vorstellungen von Sittlichkeit infrage stellte; aber auch die namenlosen Schwarzmarkthändler, in den Taschen die mythisch aufgeladenen Lucky Strikes, oder die stilsicheren Hausfrauen am nicht weniger symbolhaften Nierentisch der anbrechenden Fünfziger. Das gesellschaftliche Panorama eines Jahrzehnts, das entscheidend war für die Deutschen und in vielem ganz anders, als wir oft glauben.

Harald Jähner, Jahrgang 1953, war bis 2015 Feuilletonchef der «Berliner Zeitung», der er seit 1997 angehörte. Zuvor war er freier Mitarbeiter im Literaturressort der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Mittwoch
25.
November 2020
20.00 Uhr

Gregor Sander
(c) Thorsten Futh

 

Gregor Sander
„Alles richtig gemacht“

Lesung & Gespräch
Moderation: Andrea Schneider

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
0331-96786450
oder: kontakt@viktoriagarten-potsdam.de

Eintritt: 7 €

Ein funkelnd-wunderbarer Roman über die frühen und späteren Jahre des wiedervereinten Deutschland und eine helle Feier der Freundschaft.
Thomas und Daniel kommen aus Rostock und sind noch jung, als es mit der DDR zu Ende geht, aber alt genug, um sich von der aufregenden neuen Zeit mitreißen zu lassen. Die ungleichen Freunde ziehen nach Berlin, das Leben scheint eine einzige Party. Doch irgendwann verschwindet Daniel. Als er Jahre später wieder auftaucht, wird Thomas' inzwischen bürgerliche Rechtsanwaltsexistenz gerade gewaltig durchgeschüttelt: Seine Frau ist weg und hat die beiden Töchter mitgenommen. Hat Daniel etwas damit zu tun, und wer hat hier überhaupt etwas richtig gemacht?

Gregor Sander, geboren 1968 in Schwerin, lebt als freier Autor in Berlin. Für seine Romane und Erzählungen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein Romandebüt »Abwesend« war für den Deutschen Buchpreis nominiert, sein Roman »Was gewesen wäre« wurde verfilmt.

Eine Veranstaltung der Buchhandlung Viktoriagarten in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro

Freitag
27.
November 2020
19.00 Uhr

Klaus-Rüdiger Mai
(c) Christoph Busse

 

Buchpremiere
Klaus-Rüdiger Mai
„Und wenn die Welt voll Teufel wär: Martin Luther in Worms“

Moderation: Stephan Raabe

Potsdam | Friedenssaal | Schopenhauerstr.23

Verschoben! Termin wird später bekannt gegeben.

Karten unter:
0331-74887610 oder kas-brandenburg@kas.de
oder: 0331-2804103 oder blb@literaturlandschaft.de

Eintritt: 6 / 4 €

Am 2. April 1521 besteigt der Mönch und Doktor der Heiligen Schrift Martin Luther in der Universitätsstadt Wittenberg den Rollwagen, den der Goldschmied Christian Döring zur Verfügung gestellt hat. Obwohl die Reise zum Triumphzug wird und Bauern wie Bürger, Handwerker wie Fürsten zu seinen Predigten strömen, wird die Fahrt zum Reichstag nach Worms für Luther zur Prüfung. Er weiß, dass der Kaiser von ihm den Widerruf seiner Thesen und die Unterwerfung unter den Papst erwartet. Doch würde nicht die Rücknahme seiner Schriften Verrat an Gott und den Menschen bedeuten? Gewiss. Die Verweigerung der Unterwerfung aber wohl den Tod. Tragen nicht die Abgesandten des Papstes und die spanischen Reiter des Kaisers schon das Holz für seinen Scheiterhaufen zusammen? Luther denkt an Jan Hus, der wegen vergleichbarer Kritik trotz der Zusicherung kaiserlichen Geleits in Konstanz verbrannt worden war.
Ausgehend von neuesten Forschungsergebnissen erzählt der exzellente Biograph Klaus-Rüdiger Mai von Luthers Weg nach Worms und seiner Zeit auf der Wartburg. Vor allem aber lässt Mai uns die Zweifel und Ängste Luthers nachempfinden und schließlich den Mut des Mannes, der in Zeiten von Korruption, Unterdrückung und Dekadenz für seinen Glauben und seine Gewissheiten einstand und damit die Welt veränderte. So geschehen in Deutschland im Jahr 1521.

Klaus-Rüdiger Mai, Dr. phil., Jahrgang 1963, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er verfasst historische Romane, Sachbücher und Biographien. Nach Martin Luther, Albrecht Dürer, Johannes Gutenberg und der kürzlich in unserem Haus erschienenen erfolgreichen Biographie zu Leonardo da Vinci wendet sich der versierte Renaissancekenner erneut seinem Lieblingshelden zu: Martin Luther. Klaus-Rüdiger Mai ist auch journalistisch sehr aktiv, er lebt mit Frau und Tochter in Zossen bei Berlin.

Eine Veranstaltung der Konrad Adenauer Stiftung/ Politisches Bildungsforum Brandenburg und des Brandenburgischen Literaturbüros