Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Sonntag
23.
September 2018
16.00 Uhr

Christian Redl
(c) Jim Rakete

Lausitzer LesART
„Wahre Verbrechen - Wahre Geschichten“

Christian Redl liest aus dem Magazin CRIME vom STERN

Lübbenau | Schloss Lübbenau | Schlossbezirk 6

Karten unter:
03542/873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 18 €

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Christian Redl ist das Gesicht der ZDF-Spreewaldkrimis. Den sonst eher wortkargen Kommissar Krüger lässt Redl bei dieser inszenierten Lesung einmal in den Hintergrund treten. Stattdessen leiht der Schauspieler seine Stimme den Geschichten aus CRIME, dem True-Crime-Magazin des STERN, das seit seinem Erscheinen vor zwei Jahren aus dem deutschen Krimimarkt nicht mehr wegzudenken ist. Er liest Geschichten über wahre Verbrechen, die emotional aufrütteln, erschrecken, aber auch zornig und nachdenklich machen. Und ihnen allen ist die Spannung gemeinsam, von der sie geprägt sind.
Christian Redl stellt zwei packende Fälle auf der Bühne vor. Redl selbst ist nicht nur für seine Rolle als Kommissar Krüger bekannt, sondern auch durch seine abgründigen Figuren, die er im Film und auf der Bühne spielte. Dabei ist er bestens vertraut mit beiden Seiten, der des Täters und der des Kommissars. „Auf die Rolle im ‚Hammermörder’ werde ich immer noch angesprochen“, sagt der Schauspieler. 1990 spielte er die Figur, die ihm fortan so etwas wie ein Abonnement auf die „Mords-Rollen“ und die anderer Bösewichte im Fernsehen einbrachte. Bis 2006 – seitdem ist er als Kommissar Krüger im Spreewald unterwegs.
Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Schlosses Lübbenau und der Lausitzer Rundschau

Donnerstag
27.
September 2018
19.30 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler
"Die Gleichung des Lebens."

Moderation: Hendrik Röder

Rathenow | Stadtbibliothek Rathenow | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 8 / 6 €

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Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
30.
September 2018
11.00 Uhr

Monika Maron
(c) Jonas Maron

Matinee in der Villa Quandt
Monika Maron - „Munin oder Chaos im Kopf“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Mina Wolf, Journalistin und Gelegenheitstexterin, opfert den Sommer, um einen Aufsatz über den Dreißigjährigen Krieg für die Festschrift einer Kleinstadt zu schreiben. Eine irre Nachbarin, die Tag für Tag von morgens bis abends auf ihrem Balkon lauthals singt, zwingt sie, nur noch nachts zu arbeiten. Die kleine, enge Straße gerät in Aufruhr und in Minas Kopf vermischen sich der Dreißigjährige Krieg, die täglichen Nachrichten über Krieg und Terror mit der anschwellenden Aggression in der Nachbarschaft. Als auch noch eine Krähe in ihre nächtliche Einsamkeit gerät, die sie Munin nennt und mit der sie ein Gespräch über Gott und die Welt beginnt, ist das Chaos in Minas Kopf komplett.
Monika Maron entwirft in diesem turbulenten Roman provokant und mit Humor ein Stimmungsbild unserer Zeit.
Monika Maron ist 1941 in Berlin geboren, wuchs in der DDR auf, übersiedelte 1988 in die Bundesrepublik und lebt seit 1993 wieder in Berlin. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane, darunter ›Flugasche‹, ›Animal triste‹, ›Endmoränen‹, ›Ach Glück‹ und ›Zwischenspiel‹, außerdem mehrere Essaybände, darunter ›Krähengekrächz‹, und die Reportage ›Bitterfelder Bogen‹. Zuletzt erschien der Roman ›Munin oder Chaos im Kopf‹. Sie wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Kleist-Preis (1992), dem Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg (2003), dem Deutschen Nationalpreis (2009), dem Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2011) und dem Ida-Dehmel-Preis (2017).

Eine Kooperationsveranstaltung mit Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Dienstag
02.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Günter Verheugen
(c) Piotr Drabik (Wikimedia)

Das gespaltene Europa. Gemeinsame oder getrennte Wege der Nationen?

Rachel King (Britische Botschaftsrätin für Wirtschaft & EU ). Péter Györkös (Botschafter von Ungarn) und Günter Verheugen (EU-Vizepräsident a.D.) im Gespräch mit Ingo Kahle

Potsdam | Le Manège Potsdam | Am Neuen Markt 9 a/b

Karten unter:
0331 / 748876-0
oder: kas-brandenburg@kas.de

Eintritt: frei

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Die Welt ist aus den Fugen geraten, hat die deutsche Bundeskanzlerin vor einiger Zeit festgestellt. Ein wichtiger Teil unserer europäischen Welt ist die Europäische Union. Auch hier scheinen die Fliehkräfte in der Überhand zu sein: durch den bevorstehenden „Brexit“, die Spannungen in der Migrationspolitik, die Staatsverschuldungskrise im Euro-Raum und das Anwachsen EU-kritischer
Parteien. Was ist zu tun, um eine weitere Spaltung zu verhindern? Was verbindet uns in Europa noch? Welche Wege können gemeinsam beschritten werden und wo sollten die Nationen eigene Wege finden?

Péter Györkös
seit 2015 Botschafter von Ungarn in Berlin, Promotion an der Universität für Wirtschaftswissenschaften Budapest, 1988 Deutschlandreferent im Außenministerium Ungarns, 1991 Abteilungsleiter Politik der Ungarischen Botschaft in Bonn, 2007 Botschafter in Kroatien und ab 2010 bei der EU in Brüssel.

Prof. Günter Verheugen
EU-Vizepräsident a.D., 1976 Bundesgeschäftsführer, 1977 Generalsekretär der FDP, 1982 Wechsel zur SPD, 1983-1999 Mitglied im Deutschen Bundestag, 1993-95 Bundesgeschäftsführer der SPD, 1998 Staatsminister im Auswärtigen Amt, 1999 Kommissar für die EU-Erweiterung in Brüssel, 2004-09 Vizepräsident der EU-Kommission und Kommissar für Unternehmen und Industrie, seit 2010 Mitinhaber der Beratungsfirma „European Experience Company“ mit Sitz in Potsdam, Honorarprofessor an der Universität Viadrina Frankfurt/O.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Brandenburgischen Literaturbüro

Donnerstag
11.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Steffen Schroeder
(c) Anne Heinlein

Steffen Schroeder
"Was alles in einem Menschen sein kann: Begegnung mit einem Mörder"

Literaturgespräche Premnitz-Rathenow 2018

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385 / 510232
oder: info@buchhandlung-tieke.de

Eintritt: 8 / 6 €

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2013 stehen sich Steffen Schroeder und Micha im Gefängnis Berlin-Tegel zum ersten Mal gegenüber. Ein Gespräch über ihre schwierige Jugend bringt sie einander näher, bei allen Unterschieden: Schroeder wurde Schauspieler, Micha rutschte ins rechte Milieu ab, brachte einen Menschen um. Es beginnt eine besondere Beziehung: Schroeder, bekannt als Kommissar Kowalski in «SOKO Leipzig», wird Vollzugshelfer des lebenslänglich Verurteilten. Er lernt den Gefängnisalltag kennen, erfährt von Rangordnungen, Drogen, Ausbruchsversuchen; über die Jahre dringt er tief in Michas Geschichte ein, erfährt immer wieder Neues, Überraschendes. Für Micha wird er wichtiger und wichtiger, er begleitet ihn bei Freigängen, ist ihm Auge und Ohr für die Welt. Bald sieht Schroeder sich selbst und sein Leben in neuem Licht: Was unterscheidet ihn eigentlich von Micha? Und welche Entscheidungen und Wendepunkte führen überhaupt dazu, dass ein Leben gelingt oder scheitert?
Steffen Schroeder schreibt mit viel Gespür für das Menschliche über eine außergewöhnliche Begegnung und stellt dabei existenzielle Fragen nach Schuld, Schicksal und der Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber. Der Fernsehkommissar und der Mörder - ein starkes, glänzend erzähltes Buch.

Steffen Schroeder wurde 1974 in München geboren. Nach seiner Schauspielausbildung war er zunächst Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater, dann beim Berliner Ensemble. Er wirkte in Fernsehserien wie «Der Kriminalist», «Bella Block» und «Tatort» sowie in Kinofilmen wie «Der Rote Baron» oder «Keinohrhasen» mit. In der erfolgreichen ZDF-Serie «SOKO Leipzig» spielt er seit 2012 den Polizeioberkommissar Tom Kowalski. Steffen Schroeder lebt mit seiner Familie in Potsdam.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros. Mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft. Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Montag
15.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Norman Ohler
(c) Urban Zintel

Norman Ohler
„Die Gleichung des Lebens.“

Moderation: Hendrik Röder

Frankfurt (Oder) | Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst | Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Str.11

Karten unter:
0355-49494021

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Friedrich der Große, der Mathematiker Leonhard Euler und die Trockenlegung des Oderbruchs.

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsässigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die nötigen Berechnungen durchführen. Doch als ein Ingenieur des Königs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preußischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt.
Friedrich II. will die Sumpfgebiete östlich von Berlin trockenlegen, um dort Flüchtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkröten und Wasservögel in überwältigender Artenvielfalt leben, sollen Kühe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten überschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fürchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, übernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und gerät plötzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anführers der Wenden, kann sein Leben noch retten.
Ein hervorragend recherchierter, atmosphärisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdrängung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.
Norman Ohler geboren 1970 in Zweibrücken, mit 22 Jahren besuchte er die renommierte Hamburger Journalistenschule, es folgten Arbeiten für die Zeitschriften »Spiegel«, »Stern« und »Geo«. Ohler veröffentlichte mehrere Romane »Die Quotenmaschine«, »Mitte« und »Stadt des Goldes«.2015 erschien nach fünfjähriger Recherche Ohlers erstes Sachbuch »Der totale Rausch« über die bisher kaum aufgearbeitete Rolle von Drogen im Dritten Reich erschienen. Sein Sachbuch "Der totale Rausch". Er lebt als freier Schriftsteller in Berlin.

Montag
15.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Joschka Fischer
(c) Urban Zintel

Joschka Fischer
"Der Abstieg des Westens: Europa in der neuen Weltordnung des 21. Jahrhunderts"

Lesung & Gespräch, Moderation Ingo Kahle

Premnitz | Villa Am See | Mozartstr. 1

Karten unter:
03386-213 96 80

Eintritt: 10 €

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»Der Abstieg des Westens«, das neue Buch des ehemaligen Außenministers Joschka Fischer, ist eine schonungslose Analyse über das Ende der Dominanz des Westens und den Beginn einer neuen Weltordnung.
Wir alle haben in den letzten Jahren die dramatischen Brüche in der internationalen Politik erlebt, die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten, den Brexit und den Auftstieg nationalistischer, autoritärer und fremdenfeindlicher Parteien und Politiker in Europa.
Joschka Fischer untersucht in seiner Studie die dahinterliegenden geopolitischen Verschiebungen, das Ende des »Jahrhunderts des Westens«, den unaufhaltsamen Aufstieg Chinas zur neuen Weltmacht und die dramatischen Erschütterungen, in denen sich die neue Epoche der Weltgeschichte Bahn bricht.Dabei blickt Joschka Fischer auf die gefährlichen Prozesse der Selbstdemontage, die die westliche Welt durchlebt, und die Bedrohungen für den Frieden, die Nationalismus und Isolationismus auch für Europa bedeuten.

Joschka Fischer, geboren 1948 in Gerabronn. Von 1994 bis 2006 Mitglied des Bundestages, von 1998 bis 2005 Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. 2006/07 Gastprofessor an der Universität Princeton, USA. Joschka Fischer lebt in Berlin.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Villa am See Premnitz.

Mittwoch
17.
Oktober 2018
19.00 Uhr

Der Schauspieler Frank Arnold liest aus:
Wieland Förster "Tamaschito - Roman einer Gefangenschaft"

Einführung Hendrik Röder

Bernau | Kunstraum Innenstadt - Skulpturensammlung der Waldsiedlung Bernau | Alte Goethestraße 3

Karten unter:
03338-365311

Eintritt: 6 / 5 €

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An einem milden Septembertag 1946 geht der 16-jährige Thom durch das zertrümmerte Dresden. Die Stadt beginnt zaghaft aufzuatmen, Menschen streben ins Freie, Elbfähren fliegen über den Fluss, Familienbesuch ist gekommen. Zwischen Thom und seiner Cousine Margot entflammt jugendliche Leidenschaft. Doch dann wird Thom verhaftet und unschuldig im »Grauen Bau« eingekerkert.
Einer Intrige wegen muss der Junge durch die Hölle des Hungers und Durstes, durch Auszehrung und endlose Verhöre gehen. Er gerät in das Mahlwerk der gewaltigen Kräfteverschiebungen jener Zeit. Deutsche, Polen, Russen, Nazis und Widerstandskämpfer sind seine Mitgefangenen. An diesem apokalyptischen Ort, wo der Tod Platz genommen hat zwischen den Häftlingen, wird ein verschlissener Stofffetzen zum Schachbrett, eine erzählte Geschichte zum Überlebenselixier, und der Name eines Kuchens zur Zauberformel. »In mir blutet Vergangenheit«, sagte Wieland Förster einmal – mit "Tamaschito" legt er jetzt den Roman vor, in dem jene Lebenswunde zu Literatur wird.

Wieland Förster, 1930 in Dresden geboren, zählt zu den bedeutendsten europäischen Bildhauern. Seine Werke befinden sich im öffentlichen Raum, in Museen und Privatsammlungen. Seit den 60er Jahren ist Förster auch schriftstellerisch tätig, einige Manuskripte konnten in der DDR nicht erscheinen.

Frank Arnold, geboren in Berlin, arbeitet als Dramaturg, Sprecher, Schauspieler und Regisseur. Bekannt ist er vor allem als Sprecher zahlreicher Hörbücher, Dokumentarfilme sowie dem Kulturmagazin Aspekte.

Eine Veranstaltung der Stadt Bernau und des Brandenburgischen Literaturbüros.

Donnerstag
18.
Oktober 2018
19.30 Uhr

Lea Streisand
(c)Gerald von Foris

Lea Streisand „Im Sommer wieder Fahrrad“

Zossen | NEUES LEBEN IM ALTEN HAUS | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

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Wo die strahlende Lea ist, da ist das Leben – bis sie plötzlich, mit gerade dreißig, schwer erkrankt. Als sie fast die Hoffnung verliert, muss Lea an ihre Großmutter Ellis denken. Die Erinnerung an diese besondere Frau stärkt Lea den Rücken. Mit leichter Feder, Herz und Humor erzählt Lea Streisand die Geschichte zweier unverwechselbarer, starker Frauen.

Seit 2003 liest LEA STREISAND auf Lesebühnen und Poetry Slams. Die gebuürtige Berlinerin schreibt Kolumnen für die taz und hat eine wöchentliche Hörkolumne auf Radio Eins. "Im Sommer wieder Fahrrad" ist ihr erster Roman und erschien 2016 bei Ullstein.

Donnerstag
18.
Oktober 2018
20.00 Uhr

Lutz Seiler
(c) Jürgem Bauer

Buchpremiere Lutz Seiler „Am Kap des guten Abends“

Lesung, Bilder & Gespräch.
Moderation: Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung)
Anschließend Empfang

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Der Flötenspieler, der nicht spielt – was denkt er gerade, dort, vor seinem offenen Fenster? Oder der Patrizier ohne Namen, der stolz seine kostbare Uhr vorzeigt und uns dabei traurig in die Augen schaut – was ist seine Geschichte? Warum ein Porträt mit Uhr statt mit Frau und Kindern? Oder der junge Vater mit seinen beiden Söhnen, die er selbst unterrichtet. Auf den ersten Blick wirkt alles normal, aber dann …
Bilder verlocken zum Erzählen, und manchmal fordern sie es regelrecht heraus. Im Laufe der letzten Jahre waren für Lutz Seiler immer wieder Gemälde, Fotografien und Zeichnungen Anlass zum Schreiben, es entstanden Erzählungen, Gedichte und Essays. So wurde beim aufmerksam-zerstreuten Hinschauen aus Edward Hoppers Cape Cod Evening das »Kap des guten Abends«, um das sich nun alle Geschichten dieses Bandes versammelt haben.
Lutz Seiler wurde 1963 in Gera/Thüringen geboren, heute lebt er in Wilhelmshorst bei Berlin und in Stockholm. Nach einer Lehre als Baufacharbeiter arbeitete er als Zimmermann und Maurer. 1990 schloß er ein Studium der Germanistik ab, seit 1997 leitet er das Literaturprogramm im Peter-Huchel-Haus. Er unternahm Reisen nach Zentralasien, Osteuropa und war Writer in Residence in der Villa Aurora in Los Angeles sowie Stipendiat der Villa Massimo in Rom.
Für sein Werk erhielt er mehrere Preise, darunter den Ingeborg-Bachmann-Preis, den Bremer Literaturpreis, den Uwe-Johnson-Preis und 2014 den Deutschen Buchpreis.

Mit freundlicher Unterstützung des Literaturladens Wist.

Donnerstag
25.
Oktober 2018
19.30 Uhr

Reinhard Stöckel
(c) Schorr

Buchpremiere im Rahmen der Lausitzer LesART
Reinhard Stöckel „Der Mongole“

Moderation: Hendrik Röder
Anschließend Empfang

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Eintritt: 5 €

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Fahrerlose Züge oder Drohnen, die schwere Einkaufstaschen in der Luft nach Hause befördern (und dabei schon mal von frechen Spatzen gekapert werden): Wir schreiben das Jahr 2025, als Radik, ein Mann um die 30, an einen verlassenen Flecken Deutschlands unweit der polnischen Grenze reist, um im Auftrag seines Professors Wölfe zu beobachten. Seine wahre Leidenschaft aber gilt dem Sonnentau, den er in den Lausitzer Mooren zu finden hofft. Die Suche nach dieser seltenen fleischfressenden Pflanze gerät dabei zur geheimnisvollen Reise zu Radiks Wurzeln: Sie führt in die politisch bewegte Zeit der 1990er-Jahre, als die Deutsche Larissa und der desertierte Sowjetsoldat Sayan, wegen seiner tuwinischen Abstammung der Mongole genannt, eine tragische Liebesgeschichte durchlebten ...
Es ist der fesselnde Plot dieser deutsch-russischen Romeo und Julia-Variation, es sind die Einblicke in die tuwinische Ethnie genauso wie die herrlich skurrilen Szenen der schönen neuen Welt, die Reinhard Stöckels neuen Roman zum Leseereignis machen. Ganz nebenbei besticht "Der Mongole" durch die präzis gesetzte Sprache, die den Autor als ganz großen Erzähler ausweist.

Reinhard Stöckel, geboren 1956, lebt in der Niederlausitz nahe Cottbus. Gelernter Bibliothekar, studierte am Leipziger Literaturinstitut, arbeitete u. a. als Gießereiarbeiter und Publizist, gegenwärtig im IT-Service tätig. Er schreibt Romane, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Kinderbücher. Sein Roman "Der Lavagänger" erschien 2009 im Aufbau Verlag.

Eine Veranstaltung des Lernzentrums Cottbus, des Brandenburgischen Literaturbüros und der Lausitzer Rundschau

Samstag
10.
November 2018
19.30 Uhr

Rainald Grebe
(c) SanJacinto

"Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Gelesen von Reinald Grebe & Tilla Kratochwil

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
033702-60815

Eintritt: 12 / 10 €

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Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Reinald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie, werden durch Briefe überbrückt. Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Reinald Grebe,1971 in Köln geboren, studierte 1993–1997 Puppenspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er arbeitet als Autor, Kabarettist, Liedermacher und Dramaturg. Grebe wurde u. a. mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Tilla Kratochwil, 1974 in Zittau geboren, studierte 1995–1999 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2002 ist sie freischaffend tätig u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt u.a.

Dienstag
13.
November 2018

Lina Wolff
(c) privat

Die wichtigste schwedische Autorin der Gegenwart.
Lina Wolff
„Die polyglotten Liebhaber"

Lesung & Gespräch.
Moderation und Übersetzung Grit Thunemann

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Ellinor ist sechsunddreißig und weiß, wie man sich schlägt – das hat sie sich von ihrem ersten Freund beibringen lassen. Auf einer Dating-Seite sucht sie nach einem zärtlichen, aber nicht allzu zärtlichen Mann. So begegnet sie Calisto.
Lina Wolff schreibt eindrücklich und glasklar über den männlichen Blick auf Frauen, über Verführung und Erniedrigung. Über Männer, die Frauen ausnutzen, und Frauen, die sich zu rächen wissen. Und über Menschen, die trotz allem von gegenseitigem Verständnis träumen.
LINA WOLFF, geboren 1973, hat lange in Italien und Spanien gelebt. Für ihren
Debütroman „Bret Easton Ellis und die anderen Hunde“ wurde sie mit dem renommierten Literaturpreis der Zeitschrift Vi ausgezeichnet
Für ihren zweiten Roman „Die polyglotten Liebhaber“, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird, erhielt sie den Augustpris, den wichtigsten schwedischen Literaturpreis. Lina Wolff lebt in Schonen/Südschweden.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Schwedische Botschaft und den Verlag Hoffmann und Campe

Dienstag
20.
November 2018
20.00 Uhr

Iwan-Michelangelo d'Aprile
(c)Thomas Roese

Iwan-Michelangelo d'Aprile
Fontane. Ein Jahrhundert in Bewegung

Lesung & Gespräch
Moderation Peer Trilcke

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Theodor Fontane war einer der modernsten Autoren seiner Zeit (1819-1898) Er schrieb Balladen über amerikanische Dampfschiffe und Eisenbahnunfälle in Schottland, als Journalist und Romanautor war er ein unermüdlicher Stoffesammler, der mit Genres und Formaten ebenso unternehmungsfreudig experimentierte, wie er es mit den Arzneimischungen im Apothekerlabor getan hatte, so lange, «bis die Mischung stimmte».
Der Germanist Iwan-Michelangelo D'Aprile löst den Autor von «Effi Briest» und des «Stechlin» aus seinem preußisch-brandenburgischen Nahbereich und sucht Fontane inmitten der beschleunigten, zunehmend elektrifizierten und globalisierten Welt auf. Wir begegnen Fontane bei der Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnlinien, begleiten ihn als frühen Pauschaltouristen auf hohe See und erleben ihn 1848 als Barrikadenkämpfer und als Wahlmann für das erste frei gewählte Parlament der deutschen Geschichte. Wir folgen ihm als Korrespondenten nach London, lernen ihn als Beobachter der neuen foto- und telegrafiegestützten Kriegsreportage sowie als Kolonialismuskritiker kennen. Und wir erleben, wie er vom Untergang des alten Preußen erzählt, im fortgeschrittenen Alter energisch im Kulturbetrieb der Hauptstadt des neuen Kaiserreichs Berlin mitmischt, den modernen Berliner Gesellschaftsroman begründet und zum Förderer und Idol einer neuen Generation junger Avantgardisten wird. D'Apriles lebendige und kenntnisreiche Darstellung des Lebens von Theodor Fontane weitet sich zum Epochenporträt des 19. Jahrhunderts. So entsteht ein vielschichtiges und spannungsreiches Bild, das zur Neulektüre eines literarischen Klassikers einlädt.

Iwan-Michelangelo D'Aprile, geboren 1968 in Berlin, ist Literarturwissenschaftler und Historiker. Er hat zur Kulturgeschichte Berlins im 19. Jahrhundert sowie zur Geschichte des Journalismus publiziert und lehrt als Professor für «Kulturen der Aufklärung» an der Universität Potsdam.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Fontane-Archiv, der Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg und dem Rowohlt Verlag.

Sonntag
27.
Januar 2019
11.00 Uhr
 

Günter de Bruyn
„Der neunzigste Geburtstag. Ein ländliches Idyll

Einführung: Peter Walther
Lesung Christian Brückner

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: »Wir schaffen das.« Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...
Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.
Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung, dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«.

Eine Kooperationsveranstaltung mit Konrad Adenauer Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg und dem Literaturladen Wist.

Sonntag
10.
Februar 2019
11.00 Uhr

Judith Schalansky
(c) Jürgen Bauer

Matinee in der Villa Quandt
Judith Schalansky
„Verzeichnis einiger Verluste“

Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Die Weltgeschichte ist voller Dinge, die verloren sind - mutwillig zerstört oder im Lauf der Zeit abhandengekommen. In ihrem neuen Buch widmet sich Judith Schalansky dem, was das Verlorene hinterlässt: verhallte Echos und verwischte Spuren, Gerüchte und Legenden, Auslassungszeichen und Phantomschmerzen. Ausgehend von verlorengegangenen Natur- und Kunstgegenständen wie den Liedern der Sappho, dem abgerissenen Palast der Republik, einer ausgestorbenen Tigerart oder einer im Pazifik versunkenen Insel, entwirft sie ein naturgemäß unvollständiges Verzeichnis des Verschollenen und Verschwundenen, das seine erzählerische Kraft dort entfaltet, wo die herkömmliche Überlieferung versagt. Die Protagonisten dieser Geschichten sind Figuren im Abseits, die gegen die Vergänglichkeit ankämpfen: ein alter Mann, der das Wissen der Menschheit in seinem Tessiner Garten hortet, ein Ruinenmaler, der die Vergangenheit erschafft, wie sie niemals war, die gealterte Greta Garbo, die durch Manhattan streift und sich fragt, wann genau sie wohl gestorben sein mag, und die Schriftstellerin Schalansky, die in den Leerstellen ihrer eigenen Kindheit die Geschichtslosigkeit der DDR aufspürt.
Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller Atlas der abgelegenen Inseln sowie der Roman Der Hals der Giraffe, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der Naturkunden und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung des Literaturladens Wist.

Sonntag
24.
Februar 2019
11.00 Uhr

Lion Feuchtwanger

Matinee in der Villa Quandt
Lion Feuchtwanger
„Ein möglichst intensives Leben
Die Tagebücher.„

Einführung und Lesung: Klaus Modick , anschließend Gespräch mit Nele Holdack (Lektorin, Aufbau Verlag)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 – 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Lion Feuchtwanger, 1884-1958, war Romancier und Weltbürger. Seine Romane erreichten Millionenauflagen und sind in über 20 Sprachen erschienen. Als Lion Feuchtwanger mit 74 Jahren starb, galt er als einer der bedeutendsten Schriftsteller deutscher Sprache. Die Lebensstationen von München über Berlin, seine ausgedehnten Reisen bis nach Afrika, das Exil im französischen Sanary-sur-Mer und im kalifornischen Pacific Palisades haben den Schriftsteller, dessen unermüdliche Schaffenskraft selbst von seinem Nachbarn in Kalifornien, Thomas Mann, bestaunt wurde, zu einem ungewöhnlich breiten Wissen und kulturhistorischen Verständnis geführt. 15 Romane sowie Theaterstücke, Kurzgeschichten, Berichte, Skizzen, Kritiken und Rezensionen hatten den Freund und Mitarbeiter Bertolt Brechts zum "Meister des historischen und des Zeitromans" (Wilhelm von Sternburg) reifen lassen. Mit seiner "Wartesaal-Trilogie" erwies sich der aufklärerische Humanist als hellsichtiger Chronist Nazi-Deutschlands.
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger und arbeitete danach u.a. als Lehrbeauftragter und Werbetexter. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis und dem Rheingau Literatur Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Sein Roman »Konzert ohne Dichter« erschien im Frühjahr 2015 und wurde schnell zum Bestseller. 2018 folgte sein Roman »Keyserlings Geheimnis«.

Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Aufbau Verlag.

Sonntag
03.
März 2019
15.00 Uhr

Rainald Grebe
(c) SanJacinto

"Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane"

Gelesen von Reinald Grebe & Tilla Kratochwil

Bergsdorf | K.-Mühlenhaupt-Museum | Bergsdorfer Dorfstr.1

Karten unter:
033088 50550

Eintritt: 12 / 10 €

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Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Reinald Grebe und die Schauspielerin Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Lange Phasen der Trennung, bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch die schwierige wirtschaftliche Lage der Familie, werden durch Briefe überbrückt. Wie das Gespräch in Zeiten der Nähe, so gehört der ununterbrochene, zuweilen überbordende briefliche Austausch zum Wesen dieser Künstlerehe. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Reinald Grebe,1971 in Köln geboren, studierte 1993–1997 Puppenspiel an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Er arbeitet als Autor, Kabarettist, Liedermacher und Dramaturg. Grebe wurde u. a. mit dem Prix Pantheon 2003, dem Deutschen Kleinkunstpreis 2006 und 2011 und dem Deutschen Kabarettpreis 2012 ausgezeichnet.

Tilla Kratochwil, 1974 in Zittau geboren, studierte 1995–1999 an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin. Seit 2002 ist sie freischaffend tätig u. a. am Deutschen Theater Berlin, am Thalia Theater Hamburg, am Schauspiel Frankfurt u.a.

Eine Veranstaltung des K.-Mühlenhaupt-Museums und des Brandenburgischen Literaturbüros