Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Mittwoch
04.
November 2026
20.00 Uhr
Volker Weidermann<br>(c) Vera Tammen

Volker Weidermann
(c) Vera Tammen

   

Volker Weidermann
"Wenn ich eine Wolke wäre: Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“

Lesung & Gespräch
Moderation: Thomas Böhm (rbb)

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
0331 / 2804103
oder: Tickets hier kaufen

Eintritt: Eintritt:18 € / Abendkasse 20 €

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»Ich muss mich auf Wunder verlassen«: Mascha Kalékos Deutschlandreise Januar 1956: Siebzehn Jahre, nachdem Mascha Kaléko Nazi-Deutschland in letzter Minute verlassen hat, kehrt sie zurück. Es ist eine Reise in die Vergangenheit – verbunden mit der bangen Frage, ob sie auch eine in die Zukunft sein kann. Sie fährt nach Berlin, in die Stadt, in der sie glücklich gewesen war, in der sie als Dichterin erfolgreich geworden ist, die sie liebte, und durch das ganze Land, ein ganzes Jahr lang. Fast täglich schickt sie Briefe nach New York, an ihren Mann, die Liebe ihres Lebens, und erzählt – von märchenhaften Erfolgen, einem Wunder in Berlin, Abgründen, von einem alten, neuen Land.Volker Weidermann schreibt über ein einzelnes Jahr und zeigt darin ein ganzes deutsch-jüdisches Leben. Es ist die Geschichte einer Dichterin, in deren Humor, Esprit und Melancholie wir uns selbst erkennen.

Volker Weidermann, geboren 1969 in Darmstadt, war Gastgeber des»Literarischen Quartetts« im ZDF. Er ist Kulturkorrespondent der Zeit und Autor zahlreicher Bücher, darunter »Träumer. Als die Dichter die Macht übernahmen« und »Mann vom Meer«. Außerdem ist er Herausgeber der Reihe »Bücher meines Lebens«.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

Sonntag
08.
November 2026
11.00 Uhr
Jutta Hoffmann<br>(c) Joachim Gern

Jutta Hoffmann
(c) Joachim Gern

   

100. Geburtstag von Günter de Bruyn
Matinee in der VIlla Quandt

"Ein fertiges Buch ist ein Argument: Brigitte Reimann und Günter de Bruyn in Briefen"

Jutta Hoffmann liest aus dem Briefwechsel von Günter de Bruyn und Brigitte Reimann

Lesung und Gespräch mit der Herausgeberin Carola Wiemers
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Vila Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-280 41 03

Eintritt: 15 €

RESERVIEREN
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Im März 1965 begegneten sich die Schriftstellerin Brigitte Reimann und der Schriftsteller Günter de Bruyn zum ersten Mal. In Reimanns Tagebuch findet sich dazu die Notiz: »Lernte Günter de Bruyn kennen, der mir einen vorzüglichen Eindruck machte.« Wie es danach weiterging, davon war bislang nur aus den Aufzeichnungen der Schriftstellerin zu erfahren: Es gab zufällige wie geplante Treffen, und die beiden schrieben sich hin und wieder Briefe. Günter de Bruyn hat weder in seinen autobiografischen Texten noch in anderer Weise diese Bekanntschaft jemals öffentlich erwähnt. In seinem Nachlass fanden sich jedoch Briefe an Brigitte Reimann und sie betreffende Tagebucheintragungen – Dokumente eines intensiven Austausches unter Kollegen, in denen Persönliches ebenso thematisiert wurde wie Probleme bei Verbandstreffen und Schriftstellerkongressen. Im Zentrum aber standen die literarische Produktivität des jeweils anderen sowie eine respektvolle Anteilnahme füreinander. Mit der Publikation werden erstmals sämtliche bislang aufgefundenen Briefe und Postkarten zwischen Brigitte Reimann und Günter de Bruyn veröffentlicht und von Carola Wiemers literatur- und zeithistorisch verortet.

Im Anschluss spricht Peter Walther mit der Herausgeberin des Briefwechsels, Carola Wiemers.

Jutta Hoffmann, geboren 1941, zählt zu den beliebtesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie durch die Fallada-Verfilmung »Kleiner Mann – was nun?«. Mit großem Erfolg arbeitete sie u.a. an Münchner, Hamburger und Salzburger Bühnen. 2017 wurde sie für ihre Rolle in dem Fernsehfilm »Ein Teil von uns« mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet.

Günter de Bruyn wurde 1926 in Berlin geboren und lebte seit 1969 im brandenburgischen Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays »Als Poesie gut« und »Die Zeit der schweren Not«, die autobiographischen Bände »Zwischenbilanz« und »Vierzig Jahre« sowie die Romane »Buridans Esel« und »Neue Herrlichkeit«. Zuletzt erschien bei S. Fischer der Titel »Der neunzigste Geburtstag« (2018). Günter de Bruyn starb am 4. Oktober 2020 in Bad Saarow.

Carola Wiemers, 1957 geboren, ist Dozentin, Literaturkritikerin und Feature-Autorin.

Dienstag
10.
November 2026
20.00 Uhr
Judith Hermann<br>(c) Andreas Reiberg

Judith Hermann
(c) Andreas Reiberg

   

Judith Hermann
"Ich möchte zurückgehen in der Zeit“

Lesung und Gespräch
Moderation: Carsten Wist

Potsdam | Waschhaus Potsdam | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.waschhaus.de

Eintritt: 18 €

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Judith Hermann folgt in »Ich möchte zurückgehen in der Zeit« den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner lange verleugneten Geschichte, reist von Polen aus weiter zu ihrer Schwester nach Neapel und geht Erinnern und Vergessen der folgenden Generationen nach.
In Zwischen- und Untertönen spürt Judith Hermann das Verdrängte, die Leerstellen unserer Gesellschaft auf. Ebenso magisch wie magnetisch erzählt sie davon, wie fragil wir uns in unseren Leben einrichten – und zeigt auch, welche Schönheit sich darin verbergen kann.


Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren. Ihrem Debüt »Sommerhaus, später« (1998) wurde eine außerordentliche Resonanz zuteil. 2003 folgte der Erzählungsband »Nichts als Gespenster«. Einzelne dieser Geschichten wurden 2007 für das Kino verfilmt. 2009 erschien »Alice«, fünf Erzählungen, die international gefeiert wurden. 2014 veröffentlichte Judith Hermann ihren ersten Roman, »Aller Liebe Anfang«. 2016 folgten die Erzählungen »Lettipark«, die mit dem dänischen Blixen-Preis für Kurzgeschichten ausgezeichnet wurden. Für ihr Werk wurde Judith Hermann mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter dem Kleist-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis. 2021 erschien der Roman »Daheim«, der für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde, und für den Judith Hermann mit dem Bremer Literaturpreis 2022 ausgezeichnet wurde. Zuletzt erschien 2023 bei S. FISCHER »Wir hätten uns alles gesagt«, basierend auf den Frankfurter Poetikvorlesungen, die Judith Hermann im Frühjahr 2022 hielt. Dafür erhielt sie den Wilhelm Raabe-Literaturpreis. Die Autorin lebt und schreibt in Berlin.

In Kooperation mit dem Waschhaus und dem Literaturladen Wist.

Mittwoch
11.
November 2026
18.00 Uhr
Ilja Leonard Pfeijffer<br>(c) Stephan Vanfleteren

Ilja Leonard Pfeijffer
(c) Stephan Vanfleteren

   

Niederländische Literatur im Land Brandenburg 2026
ILJA LEONARD PFEIJFFER
Alkibiades: der charismatischste Intrigant und Held der Antike

Lesung und Gespräch
Moderation und Übersetzung: Jan Konst

Potsdam | Kleistschule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331 / 2896730

Eintritt: 10 / 8 €

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Alkibiades wird 451 v.Chr. im klassischen Athen geboren als Spross einer aristokratischen Familie, Zögling des berühmten Politikers Perikles und Schüler des Sokrates. Er strebt nicht nach Weisheit, sondern nach Macht, Reichtum und Ausschweifungen. Alles erlangt er im Übermaß, dazu sportlichen Triumph bei den Olympischen Spielen. Als er eine Flotte nach Sizilien ins Verderben schickt, wendet sich das Blatt. Es folgen Exil und Landesverrat, Überlauf nach Sparta und zu den Persern. Ein Abenteuerroman und eine Verteidigungsrede, gehalten vom versierten Strategen selbst als Lob der Demokratie.

ILJA LEONARD PFEIJFFER, 1968 in den Niederlanden geboren, schreibt Romane, Lyrik, Essays, Theaterstücke und Songtexte. 2014 erhielt er den renommierten Libris Literatuur Prijs für seinen Roman „Das schönste Mädchen von Genua“, der zurzeit verfilmt wird. „Grand Hotel Europa“ gelang auf Anhieb der Sprung auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde von Kritikern und Lesern gleichermaßen geschätzt. Pfeijffer lebt in Genua und gilt als einer der herausragenden Schriftsteller der Niederlande.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Kleist-Schule-Potsdam. Mit freundlicher Unterstützung des Königreichs der Niederlande.

Freitag
13.
November 2026
18.00 Uhr
Marianne Ludes (c) Simon Detel<br>
Pete Heuer (c) Hendrik Hartung<br>
Lutz Seiler (c) Jürgen Bauer<br>
Jens Sparschuh (c) Joachim Gern

Marianne Ludes (c) Simon Detel
Pete Heuer (c) Hendrik Hartung
Lutz Seiler (c) Jürgen Bauer
Jens Sparschuh (c) Joachim Gern

   

„Brandenburg liest“
Der lange Abend der Brandenburgischen Literatur

Für Essen & Trinken ist gesorgt.

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
www.schloss-luebbenau.de

Eintritt: 15 €

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Vier auf einen Streich! Wann hat man schon die Möglichkeit, vier Autoren und Autorinnen an einem Abend zu erleben? Die Veranstaltung auf Schloß Lübbenau vereint in diesem Jahr ganz unterschiedliche Formen des Romans. Der Besucher bekommt einen Einblick in das großartige und vielfältige Schaffen brandenburgischer Autoren.
Mit Marianne Ludes „Trio mit Tiger“
Pete Heuer „Nenn es nicht Lüge, sag Geheimnis“
Lutz Seiler „Das tickende Herz“ und
Jens Sparschuh „Der Waldmeister"

Veranstalter: Brandenburgisches Literaturbüro und Schloss Lübbenau mit freundlicher Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, präsentiert von der Lausitzer Rundschau.

Mittwoch
25.
November 2026
19.30 Uhr
Hannah Markus<br>(c) privat

Hannah Markus
(c) privat

Roland Berbig<br>(c) Fontane Archiv

Roland Berbig
(c) Fontane Archiv

 

Buchpremiere Peter Huchel
"Die Gedichte. Neue kommentierte Gesamtausgabe"

Begrüßung: Lutz Seiler (Peter-Huchel-Haus)
Roland Berbig und Hannah Markus im Gespräch
Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 12 / 10 €

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Das Herausgeberduo stellt seine Edition vor, berichtet von aufregenden Entdeckungen und zeigt, dass das letzte Wort zum großen Dichter Peter Huchel noch lange nicht gesprochen ist.

Auf eine ganz erstaunliche, überraschende Weise zeigt uns die neue Sammlung der Gedichte Peter Huchels den berühmten Autor: Roland Berbig und Hannah Markus, vom Suhrkamp Verlag zu einer Neuausgabe der Gedichte eingeladen, haben erkannt, dass sich ein völlig verändertes Bild der Dichtung Peter Huchels ergibt, nimmt man die Gedichte in ihrer ersten gedruckten Form in den Blick. Was waren das für Zeitschriften, Zeitungen und Anthologien, in die der allzeit zögerliche Huchel seine Verse zuallererst drucken ließ? In welche literarische oder politische Gesellschaft gerieten sie dabei? Und wieviel änderte Huchel für spätere Veröffentlichungen noch einmal an diesen Gedichten? Das herauszufinden, war ein Abenteuer, es führte in die Tiefen des Marbacher Literaturarchivs und in langsam sich auflösende Papierwelten. Wie sich diese Geschichte letztlich auch als eine ihres Verfassers Peter Huchel erweist, erfahren wir am Abend dieser Buchpremiere.

Peter Huchel (1903-1981), einer der bedeutendsten deutschen Lyriker nach 1945. Lange Jahre Chefredakteur der Zeitschrift »Sinn und Form«, 1962 aus ideologischen Gründen zum Rücktritt gezwungen, durfte er nach weiterhin anhaltenden Auseinandersetzungen mit dem DDR-Regime 1971 ausreisen.

Hannah Markus, geboren 1980, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift »Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens« und der Edition zu Gershom Scholems »Poetica«. Ihre Forschungsschwerpunkte gelten der deutschsprachigen Lyrik im 20. Jahrhundert sowie der Genese literarischer Texte.

Roland Berbig, geboren 1954, war bis 2019 Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin, von 1980 an Mitglied des Vorstands und von 2018 bis 2022 Vorsitzender der Theodor Fontane Gesellschaft. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift »Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens« und hat zahlreiche Studien und Editionen zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts veröffentlicht.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Peter-Huchel-Hauses und des Brandenburgischen Literaturbüros.

Mittwoch
02.
Dezember 2026
19.30 Uhr
Edgar Selge<br>(c) 2026 Muriel Liebmann

Edgar Selge
(c) 2026 Muriel Liebmann

   

Edgar Selge
"Juras letzter Winter“

Lesung und Gespräch
Moderation: Knut Elstermann

Potsdam | Hans Otto Theater | Schiffbauergasse 11

Karten unter:
oder: 0331 / 9811-8 | kasse@hansottotheater.de

Eintritt: ab 28,60 €

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«Es ist ganz gleich, wo wir beginnen, uns im Vertrauen zu üben:
mit uns oder mit anderen. Nur anfangen müssen wir.»
Jura Rjabinkin ist sechzehn Jahre alt, als er während der Blockade
Leningrads durch die deutsche Wehrmacht verhungert. Er hat ein
Tagebuch hinterlassen, das der Erzähler dieses Romans immer
wieder liest, sodass er bald glaubt, den Jungen zu kennen. Jura
wird zur Romanfigur, wie der Erzähler auch. Ihre Begegnung
beginnt vorsichtig und wird im Lauf der Geschichte immer enger.
Zwischen den beiden entspinnt sich ein Austausch über Jugend,
Träume, Literatur, Mütter, Gewalt, Fremdheit und Nähe, und sie
geben einander ihre persönlichsten Geschichten preis.
Edgar Selge setzt einem jungen Menschen, der brutal von den
Nazis ermordet wurde, ein Denkmal und lässt ihn für seine Leserin-
nen und Leser lebendig werden. Eine bewegende Lektüre, ein Buch
von unbändiger literarischer Fantasie.

Edgar Selge, 1948 geboren, wuchs er im ostwestfälischen Herford auf. 1975 schloss
er seine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München ab.
Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klas-
sisches Klavier in Wien. Er gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern
Deutschlands und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
2021 debütierte er als Schriftsteller mit «Hast du uns endlich gefunden». Das Buch
stand wochenlang auf den Top Ten der Bestsellerliste und wurde von Presse und
Publikum hymnisch gefeiert. Es wurde mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda
sowie dem Bayern-2-Publikumspreis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Hans Otto Theater.

Dienstag
19.
Januar 2027
19.00 Uhr
Dagmar von Gersdorff<br>(c) Insel Verlag

Dagmar von Gersdorff
(c) Insel Verlag

   

Lausitzer LesART
Dagmar von Gersdorff
"Alle Schönheit, aller Zauber"
Lucie und Hermann von Pückler

Lesung und Gespräch
Moderation: Peter Walther

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542 / 8730
oder: www.schloss-luebbenau.de

Eintritt: 15 €

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Über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen ist viel geschrieben worden, er ist als schillernde Persönlichkeit in die Geschichte eingegangen. Wenig ist hingegen über seine Frau Lucie bekannt, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre.
Schon ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent –bewundert für seine Geistesblitze und sein ebenso elegantes Auftreten.
Nach neun glücklichen Jahren plötzlich die Scheidung – ein Skandal, der die Gesellschaft erschütterte. Die exorbitanten Ausgaben für Schloss und Park Muskau hatten das Paar finanziell an den Rand des Ruins getrieben; der Fürst will im reichen England eine vermögende Erbin finden. Seine Briefe an Lucie von dieser Reise, sprühend vor Witz und zärtlicher Liebe, werden unter dem Titel Briefe eines Verstorbenen zum europäischen Bestseller.

Dagmar von Gersdorff – bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe – erzählt temperamentvoll und dabei fesselnd von diesem wohl schillerndsten Paar der Goethezeit.
Dagmar von Gersdorff, studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin. Ihre Biographien (unter anderem Goethes Mutter) sind insbesondere den Frauen des Goethe-Umfelds gewidmet.

Eine Kooperationsveranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und des Schloss Lübbenau mit Unterstützung durch die Lausitzer Rundschau.

Donnerstag
11.
Februar 2027
20.00 Uhr
Andre Kubiczek<br>(c) Dagmar Morath

Andre Kubiczek
(c) Dagmar Morath

   

Potsdamer Buchpremiere
André Kubiczek
"Luxus"

Lesung und Gespräch
Moderation: Carsten Wist

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Eintritt: 15 €

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Januar 1990. Die DDR ist am Ende. Die Grenzen sind offen. René, gerade zwanzig, wird aus der Armee entlassen. Draußen herrscht die Anarchie des Interregnums: Neue Zeitungen, Galerien und Parteien entstehen. Häuser werden besetzt und nachts von Skinheads aus den Vorstädten überfallen. Aus dem Westen sind fliegende Händler mit Pornos und Gebrauchtwagen zur Stelle. Auch in Leipzig, wo René sein Studium beginnt, herrscht Auflösung. Desillusion breitet sich aus. Bleibt nur die Flucht nach vorn. René zieht nach Bonn. Statt zu studieren, arbeitet er für die Miete und schreibt abends. In einem Künstlerhaus lernt er Bettina kennen, angehende Künstlerin aus gutem Hause bei Freiburg. Die beiden verlieben sich. In Berlin ziehen sie zusammen. Hier gibt es Straßenschlachten und die Loveparade, sie gehen auf Vernissagen und in die Luxus-Bar. Doch während alles auf die magische 2000 wartet, suchen René und seine Freunde noch immer ihren Platz in diesem neuen System, das ihnen die verlorene Heimat ersetzen soll.
André Kubiczek erzählt in seinem großen Nachwenderoman vom Leben in den wilden Neunzigern – das atmosphärische Sittenbild einer bewegten Zeit.

André Kubiczek wurde 1969 als Sohn eines deutschen Vaters und einer laotischen Mutter in Potsdam geboren. 2002 erschien sein Debüt Junge Talente, auf das mehrere hochgelobte Romane folgten. Er wurde mit dem Candide-Preis ausgezeichnet, Skizze eines Sommers (2016) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, Nostalgia (2024) war ebenfalls nominiert. André Kubiczek lebt in Berlin. Die Berliner Zeitung schrieb über ihn: «Er baut eine atmosphärische Dichte und Intensität auf, das ist die besondere Kunst dieses Autors.»

Eine Kooperationsveranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Waschhauses und des Literaturladens Wist.

Sonntag
14.
Februar 2027
11.00 Uhr
Rüdiger Safranski<br>(c) Peter Andreas Hassiepen

Rüdiger Safranski
(c) Peter Andreas Hassiepen

   

Matinee in der Villa Quandt
Rüdiger Safranski
„Die Vierte Kränkung. Menschlicher Geist im Schatten der Künstlichen Intelligenz“

Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 15 €

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Rüdiger Safranskis philosophische Antwort auf die Frage, wie Künstliche Intelligenz unser Selbstverständnis als Menschen verändert

Weil er über einen Geist verfügt, konnte der Mensch bis vor kurzem glauben, etwas Besonderes zu sein. Dann kam die Künstliche Intelligenz. Dass sie viele Aufgaben besser löst als wir, war für die Menschheit Versprechen und Kränkung zugleich: Das wäre dann die Vierte Kränkung seit der kopernikanischen Wende, Darwins Evolutionstheorie und Freuds Entdeckung des Unbewussten. Haben sich die Ideen des Humanismus überlebt? Rüdiger Safranski erinnert daran, dass der Mensch im Unterschied zu Algorithmen über ein Bewusstsein verfügt, Emotionen wahrnimmt, über sich selbst nachdenken und sich frei entscheiden kann. Das sind große Themen der Philosophie. Sie setzt Orientierungsmarken, die uns helfen, auch in Zukunft unseren Platz in der Welt zu finden.


Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Kunstgeschichte. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent, Herausgeber und Redakteur der »Berliner Hefte«, Dozent in der Erwachsenenbildung, seit 1986 ist er freier Autor. Für sein in zahlreiche Sprachen übersetztes Werk wurde er u.a. mit dem Thomas-Mann-Preis (2014), mit dem Ludwig-Börne-Preis (2017) und dem Deutschen Nationalpreis (2018) ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: »Hölderlin. Komm! ins Offene, Freund! Biographie« (2019), »Klassiker!« (2019, mit Michael Krüger und Martin Meyer), »Einzeln sein« (2021) und »Kafka. Um sein Leben schreiben« (2024). Rüdiger Safranski lebt in Badenweiler.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
18.
April 2027
11.00 Uhr
Iris Radisch<br>(c) Thorsten Wulff

Iris Radisch
(c) Thorsten Wulff

   

Matinee in der Villa Quandt
Iris Radisch
„Du musst das Leben nicht verstehen. Rilkes Tage und Träume“

Moderation: Peter Walther

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 15 €

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Als Rainer Maria Rilke 1926 starb, lagen ruhelose Jahrzehnte hinter ihm. Ob in der Künstlerkolonie Worpswede, bei dem Vorbild Rodin in Paris oder bei den Frauen, die ihn durchs Leben trugen, es hielt ihn nirgends lange. Der europaweit bestens vernetzte Einzelgänger, der bis zu Tolstoi nach Russland kam, wollte Bewegungsfreiheit, Berührungen, Resonanzen. Von einer Ideologie ließ er sich nie vereinnahmen. Allem Festen und Beständigen im Denken und in der Liebe misstraute er genauso wie allem Eindeutigen zwischen Mann und Frau. Wohl auch deshalb vereinte er so viele scheinbare Widersprüche und Aufbrüche seiner Zeit in sich: die Lebensreform, die Religion der Erde, den Spiritismus, die Fortschritts- und Technikkritik, die Kultur der alteuropäischen Aristokratie und das moderne Paris Baudelaires. Rilke fand auf eigenen Wegen Worte und Bilder für den Zusammenhang von Leben und Tod, der sich letztlich – wie er erkannte – dem kalten Verstand entzieht.


Iris Radisch, geboren 1959 in Berlin, ist Literaturkritikerin, Redakteurin und Buchautorin. Seit 1990 schreibt sie für die Wochenzeitung Die Zeit, wo sie Literaturchefin war und das Feuilleton leitete. Sie gehörte zum Team der ZDF-Sendung «Das literarische Quartett» und war Mitglied der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises, deren Vorsitz sie fünf Jahre innehatte. 2013 erschien das Buch Camus. Das Ideal der Einfachheit, das viele Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste stand. Ebenfalls bei Rowohlt erschienen Die letzten Dinge. Lebensendgespräche (2015) und Warum die Franzosen so gute Bücher schreiben (2017).