Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Sonntag
04.
August 2019
16.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

Nell Zink
(c) Fred Filkorn

„Golzower Literatursommer“ im Rahmen der 800-Jahrfeier von Golzow in Potsdam-Mittelmark

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Golzow | (14778) | Golzower Kirche

Karten unter:
golzower.literatursommer@gmail.com

Eintritt: 03.08. freier Eintritt | 04.08. Tagesticket 12€ / 8€ ermäßigt / 7€ für GolzowerInnen im Vorverkauf

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Weitere Autoren am 4. August sind Nell Zink "Virginia" (14 Uhr) und Rainald Grebe mit Tilla Kratochwil mit "Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane" (18 Uhr).

Fontane-Preisträgerin Peggy Mädler liest aus „Wohin wir gehen“ :
Drei Generationen, drei Freundinnenpaare: Peggy Mädlers Roman ist eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen – auch in Kirchmöser. Was bleibt, wenn eine Heimat, die Eltern oder auch politische Hoffnungen verschwinden?
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.
Peggy Mädler wurde im diesen Jahr mit dem Fontane-Literaturpreis ausgezeichnet. In der Begründung der Jury heißt es: „Wohin wir gehen ist ein schmales Buch – und doch steckt in ihm ein ganzes Jahrhundert. (...) In literarischer Perfektion beschreibt Mädler Land und Leute, ihre Seele und ihre Sehnsüchte, ihre Prägungen und ihr Scheitern – ganz in der Tradition Theodor Fontanes. Sie braucht dabei nur wenige knappe Striche, um erzählerische Wucht zu entfalten.“

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).
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Im Rahmen der 800-Jahrfeier von Golzow in Potsdam-Mittelmark präsentiert der Golzower Kultur- und Dorfverein am 3. und 4. August Literatur aus und in Brandenburg.

Corinne Orlowski stellt Brandenburger Schriftstellerinnen und Schriftsteller vor / 3. August, 16:00 Uhr
Nicht nur Theodor Fontane, der im Besonderen das Land Brandenburg zum Schauplatz seiner Werke machte, sondern zahlreiche SchriftstellerInnen schrieben hier in den vergangenen Jahrhunderten Literaturgeschichte. Bis heute zieht sie es in die Region zwischen Elbe und Oder. Die Golzowerin und Literaturwissenschaftlerin Corinne Orlowski stellt besondere AutorInnen vor und lädt zu einer interessanten Spurensuche ein.

GEGENFÄLLE. Eine szenische Lesung zwischen Stadt und Land / 3. August, 18:00 Uhr

Das Autorenduo Jascha Riesselmann / Olav Amende aus Leipzig verbindet in seiner szenischen Lesung die aktuelle Debatte um die Differenz zwischen städtischem und ländlichem Raum mit der alten Tradition des Autors auf Wanderschaft. Es begibt sich auf Reisen zu peripheren Orten von Ballungsgebieten und sucht die Verbindung zwischen Stadt und Land. Lassen wir uns Golzow also mal aus einer ganz anderen Perspektive erzählen und kommen wir ins Gespräch.

Moritz Rauchhaus und Tobias Roth lesen aus „Wohl bekam’s. In 100 Menus durch die Weltgeschichte“ / 3. August, 20:00 Uhr

Eine humorvoll-kulinarische Reise durch die Weltgeschichte: Was kam zur Hochzeit Napoleon Bonapartes 1810 auf den Tisch? Was speiste Juri Gagarin im Weltall? Diese besondere Anthologie umfasst große und kleine, festliche und intime Menus, gewähren einen überraschenden Einblick und zeigen uns, was war und wie es war.
Und was gab es bei Ihnen und Ihren Ahnen zu essen? Schauen Sie doch mal zu Hause nach, ob Sie Menukarten aufgehoben haben. Bringen Sie sie gerne mit – die älteste Karte gewinnt.

Nell Zink liest aus „Virginia“ / 4. August, 14:00 Uhr

Peggy ist lesbisch, Lee ist schwul – und zu beider Überraschung fangen sie etwas miteinander an. Sie heiraten, kriegen Kinder. Doch nach zehn Jahren ist die Ehe gescheitert: Peggy rebelliert, bricht mit ihrer Tochter aus und lebt fortan getarnt als Schwarze in Virginia. Die Bad Belzigerin Nell Zink nimmt in ihrer temporeichen dunklen Komödie scharfzüngig die fundamentalen Widersprüche in der amerikanischen Gesellschaft aufs Korn: bei Ethnie, Klassenzugehörigkeit, Geschlecht und Sexualität.
„Eine epische Liebesgeschichte.“ Denis Scheck, WDR2

Rainald Grebe und Tilla Kratochwil lesen "Die Ehebriefe von Theodor und Emilie Fontane“ / 4. August, 18:00 Uhr

Eine außergewöhnliche Künstlerehe bringt außergewöhnliche Briefe hervor. Die Zeilen, die Theodor Fontane und seine Frau Emilie wechselten, gewähren intime Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Dichterexistenz und zeichnen das lebendige Bild einer starken Frau, die aus dem Schatten ihres Mannes tritt.
Rainald Grebe und die Schauspielerin Tilla Kratochwil haben überraschende, schmerzliche wie schöne Briefe des Ehepaars zusammengestellt, ihre Auswahl umspannt ein halbes Jahrhundert. Ein wunderbarer Lesestoff und eine anschauliche Kultur- und Sozialgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Donnerstag
08.
August 2019
20.00 Uhr

Lothar Müller
(c) Regina Schmeken

 

Lothar Müller
„Freuds Dinge: Der Diwan, die Apollokerzen & die Seele im technischen Zeitalter“

Lesung und Gespräch
Moderation Judith Schalansky

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Das Unbewusste von Freuds Patienten war bevölkert mit den Requisiten des bürgerlichen Alltags und Interieurs. In ihren Träumen und Fehlhandlungen regiert die »Tücke des Objekts«, die damals sprichwörtlich wurde. So sind Freuds Schriften nicht nur eine Aufdeckung des Verdrängten oder Verdichteten, der Lektüre im Unbewussten, sondern zugleich ein Kompendium der Dingwelt des 19. Jahrhunderts, vom Regenschirm bis zu den Schreibgeräten. Das Unheimliche und das Harmlose begegnen sich an dieser Schnittstelle.

Wer sich in die Fallgeschichten Sigmund Freuds vertieft, der versteht: Das nebenher Gesagte, das belanglose Detail ist das Entscheidende. Da taucht zum Beispiel die »Apollokerze« auf, das Erfolgsprodukt der Wiener »Apollogesellschaft«, die in dem im Jahr 1839 bankrottgegangenen Etablissement »Apollosäle« ihren Firmensitz hatte: industriell gefertigte Stearin-Kerzen, die reißenden Absatz fanden, weil ihr Docht nicht nachgeschnitten werden musste. Und: Sie bevölkern das Unbewusste unbescholtener Fräuleins, kommen auf Freuds Couch zur Sprache.

Die Psychoanalyse ist eine archäologische Unternehmung, sie gräbt im Unbewussten, im Verborgenen nach Scherben und Fragmenten. Aber sie gräbt nicht Rom aus, sondern die Gegenwart. Die Apollokerzen gingen aus der Einwanderung der antiken Götter und Heroen in den bürgerlichen Alltag hervor. Kein Telegrafenamt ohne Atlas mit der Weltkugel, keine Glühbirnen ohne Lichtgötter, kein Transportunternehmen ohne Merkur, kein Kaminsims ohne Venus von Medici. Die frühe Psychoanalyse folgt dem Gesetz, nach dem die Kerzenfabrikanten, die Vergnügungsbranche oder die Industrie ihre Waren benennen. Und wie die Apollokerzen in der Dingwelt kursierte der »Ödipuskomplex« bald in der Alltagssprache.

Lothar Müller (geb. 1954) ist Literaturkritiker, Literaturwissenschaftler, Journalist und Autor. Er ist Feuilletonredakteur der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Berlin, Preisträger des Alfred-Kerr-Preises (2000), des Johann-Heinrich-Merck-Preises (2008) und des Berliner Preises für Literaturkritik (2013) sowie Autor zahlreicher Bücher (zuletzt: Weiße Magie. Die Epoche des Papiers, 2012, Hanser). Seit 2010 ist er Honorarprofessor an der HU Berlin.


Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign. Ihr Werk, darunter der international erfolgreiche Bestseller »Atlas der abgelegenen Inseln« sowie der Roman »Der Hals der Giraffe«, ist in mehr als 20 Sprachen übersetzt und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie ist Herausgeberin der »Naturkunden« und lebt als Gestalterin und freie Schriftstellerin in Berlin.

Montag
12.
August 2019
19.00 Uhr

H.M. van den Brink
(c) privat

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Eröffnung der Lesereihe
H.M. van den Brink
„Ein Leben nach Maß“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen

Moderation: Katharina Borchardt
Einführung: Katarzyna Zorn
Grußwort: Katrin Konst (Botschaft des Königreichs der Niederlande)

Potsdam | Literaturladen Wist | Dortustraße 17

Karten unter:
0331-2800452

Eintritt: 8 / 6 €

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Was wir gewinnen, was wir verlieren. H.M. van den Brink erzählt eine Geschichte vom Wandel der Zeit. Kollege Karl ist ein mustergültiger Eichbeamter: Zuverlässigkeit, Prinzipientreue und unverrückbare Maßstäbe sind seine berufl iche Richtschnur. Sein Privatleben ist immer ein Geheimnis geblieben. Und ausgerechnet zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand taucht er nicht auf… Der Erzähler, der die Abschiedsrede schreibt, und sein Kollege Karl haben Gaszähler, Thermometer und die Waagen der Einzelhändler justiert – bis die elektronische Waage Einzug hielt. Bis der Supermarkt an die Stelle des Tante-Emma-Ladens trat. Einer aber versuchte, dem Wandel bis zuletzt Widerstand zu leisten: Kollege Karl. Eine Geschichte vom Wandel der Zeiten, nicht nur in den Niederlanden – literarisch meisterhaft erzählt.

H.M. van den Brink, 1956 in Oegstgeest geboren, ist ein niederländischer Journalist und Schriftsteller. Bei Hanser erschien 2000 seine Novelle „Über das Wasser“, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

Katharina Borchardt ist Literaturredakteurin und Moderatorin bei SWR2 sowie freie Kritikerin. Sie hat Philosophie und Germanistik studiert. Einen Teil ihres Studiums verbrachte sie in Amsterdam. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit niederländischer und flämischer Literatur.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Mittwoch
21.
August 2019
18.00 Uhr

Paula Fürstenberg
(c) Dirk Skiba

 

Ein Schulhausroman. Mit Paula Fürstenberg und Andreas Sauter sowie Schülern aus Potsdam und Nauen

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: Eintritt frei

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Der Schulhausroman kommt nach Brandenburg: Das Schweizer Bildungsprojekt bringt erstmals Oberschüler aus Potsdam und Nauen mit „echten“ Schriftstellern zusammen, um gemeinsam einen Roman zu schreiben. Die Potsdamer Autorin Paula Fürstenberg und der Schweizer Theaterautor Andreas Sauter arbeiteten mit den Achtklässlern acht Wochen lang intensiv an den Geschichten. Was entstanden ist, liegt als gedrucktes Buch vor und wird an diesem Abend von den Schülern präsentiert.

Andreas Sauter


Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüro. Das Projekt wurde unterstützt durch das Kunsthaus Strodehne e.V., die Landeshauptstadt Potsdam, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Samstag
24.
August 2019
18.00 Uhr

Daniel Kehlmann
(c) Beowulf Sheehan

 

25 Jahre Brandenburgisches Literaturbüro

Ein Abend für die Literatur

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
www.reservix.de
oder: Reservix: 01806 700 733

Eintritt: 10 €

RESERVIEREN

Mit Paula Carstensen, Christian Brückner, Lutz Seiler, Daniel Kehlmann und Bernhard Robben.
Grußwort Dr. Martina Münch, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg

Das Brandenburgische Literaturbüro wird 25 Jahre alt. Grund genug, sich bei allen Gästen, Freunden und Förderern, die die Entwicklung unseres Büros begleitet haben, mit einem literarischen Abend zu bedanken. Wir freuen uns, Ihnen mit Daniel Kehlmann und Lutz Seiler zwei herausragende Romanautoren präsentieren zu können.

Für die Bewirtung danken wir dem Restaurant Mövenpick "Historische Mühle"

Land Brandenburg
Lotto Brandenburg
Mövenpick
Waschhaus

Donnerstag
29.
August 2019
19.30 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Premnitz | Villa am See | Mozartstraße 1

Karten unter:
03386-2139680

Eintritt: 10 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
01.
September 2019
11.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

 

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Mittwoch
04.
September 2019
19.00 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

 

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Frankfurt/Oder | Kleist-Museum | Faberstr.6-7

Karten unter:
0335-38722130
oder: kasse@kleist-museum.de

Eintritt: 6 / 4 €

RESERVIEREN

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Kleist-Museum.

Donnerstag
05.
September 2019
19.30 Uhr

Peggy Mädler
(c) Jan Konitzki

 

"Fontane-Literaturpreisträgerin 2019"
Peggy Mädler "Wohin wir gehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Zossen | Bibliothek Zossen | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Peggy Mädlers Roman über zwei Freundinnen, von denen die eine gelernt hat, dass es immer etwas zu verlieren gibt, und die andere, dass es immer irgendwie weitergeht. Eine Geschichte über das Älterwerden und Abschiednehmen, über Neuanfänge und das Immer-wieder-Weitermachen.
Almut und Rosa, zwei Mädchen im Böhmen der 1940er Jahre, sind beste Freundinnen. Als Almuts Vater überraschend stirbt und ihre Mutter Selbstmord begeht, nimmt Rosas Mutter, eine deutsche Kommunistin und Antifaschistin, die nach dem Krieg wie alle Deutschen die Tschechoslowakei verlassen muss, beide Mädchen mit nach Brandenburg. Sie teilen Erfahrungen von Verlust und Entwurzelung, aber auch von wachsender Verbundenheit mit dem neugegründeten Staat. Almut und Rosa werden Lehrerinnen, ziehen nach Berlin, doch mit 30 entscheidet sich Rosa abermals für einen Neuanfang: Wenige Monate vor dem Mauerbau steigt sie nur mit einer Handtasche in die S-Bahn nach Westberlin. Almuts Welt bricht auseinander, verliert ihr Oben und Unten, ist sie doch selbst auf der Suche nach etwas, das bleibt.Ein halbes Jahrhundert später hat Almuts Tochter Elli ebenfalls eine beste Freundin, die Dramaturgin Kristine. Und sie ist es schließlich, die sich im Alter um Almut kümmert, als Elli in Basel eine Stelle am Theater hat. Erfahrungen und Erinnerungen lagern sich wie Sedimente ab. Lebenswege verschlingen sich, zwischen den Familien und den Generationen, es geht immer auch ums Weggehen, Ankommen oder Bleiben, und um den Moment, in dem man sieht, was wirklich zählt.

Peggy Mädler, 1976 in Dresden geboren, hat in Berlin Theater-, Erziehungs- und Kulturwissenschaft studiert. Sie arbeitet als freie Dramaturgin und Autorin und ist Mitbegründerin der Künstlerformation Labor für kontrafaktisches Denken. 2011 erschien ihr erster Roman: »Legende vom Glück des Menschen« (Galiani Berlin).

Sonntag
08.
September 2019
11.00 Uhr

Kenah Cusanit
(c) Peter-Andreas Hassiepen

 

Matinee in der Villa Quandt
Kenah Cusanit "Babel"

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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1913, unweit von Bagdad. Der Archäologe Robert Koldewey leidet ohnehin schon genug unter den Ansichten seines Assistenten Buddensieg, nun quält ihn auch noch eine Blinddarmentzündung. Die Probleme sind menschlich, doch seine Aufgabe ist biblisch: die Ausgrabung Babylons. Zwischen Orient und Okzident bahnt sich gerade ein Umbruch an, der die Welt bis in unsere Gegenwart hinein erschüttern wird. Wie ein Getriebener dokumentiert Koldewey deshalb die mesopotamischen Schätze am Euphrat; Stein für Stein legt er die Wiege der Zivilisation frei - und das Fundament des Abendlandes. Kenah Cusanits erster Roman ist Abenteuer- und Zeitgeschichte zugleich.

Kenah Cusanit, geboren 1979, lebt in Berlin. Für ihre Essays und Gedichte wurde die Altorientalistin und Ethnologin bereits mehrfach ausgezeichnet. Bei Hanser erschien ihr Debütroman Babel (2019).

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist

Dienstag
10.
September 2019
20.00 Uhr

Thomas Straubhaar
(c) Claudia Höhne

Ulrike Herrmann
(c) Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0

Einmischen! in die Wirtschaftspolitik

Was ist gerecht? Eine Diskussion über Grundeinkommen, Sozialsystem und Kapitalismus mit Ulrike Herrmann und Thomas Straubhaar
Moderation: Maike Rademaker

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

In Zeiten zunehmender Digitalisierung erscheint das bedingungslose Grundeinkommen für viele Menschen wie ein Traum. Doch lassen sich Existenzsicherung und Arbeit tatsächlich voneinander entkoppeln? Welche Leistungen des bisherigen Sozialsystems sollen mit einem Grundeinkommen abgegolten sein? Und was ist die gesellschaftliche Rolle von Arbeit? Auf der Pro-Seite plädiert der Ökonom Thomas Straubhaar für andere Formen der Verteilung, die Gerechtigkeit und Effizienz ins Sozialsystem bringen. Contra gibt die Wirtschaftskorrespondentin der taz, Ulrike Herrmann: Für sie ist das Konzept des Grundeinkommens wie eine schöne Seifenblase, die an der Realität zerplatzt. Es lasse sich nicht finanzieren und subventioniere nur den Arbeitgeber. Ausgangspunkt der Debatte ist das jüngste Buch von Thomas Straubhaar "Die Stunde der Optimisten. So funktioniert die Wirtschaft der Zukunft" (Edition Körber).


Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros.

Ulrike Herrmann arbeitet als Wirtschaftskorrespondentin bei der taz. Die ausgebildete Bankkauffrau studierte Geschichte und Philosophie. Zuletzt erschien »Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung« (Westend 2016).

Thomas Straubhaar ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Hamburg; jüngst erschien in der Edition Körber »Die Stunde der Optimisten«.

Maike Rademaker ist freie Journalistin

Donnerstag
19.
September 2019
19.00 Uhr

Stephan Orth

 

Literaturgespräche Premnitz/Rathenow
Stephan Orth "Couchsurfing in China: Durch die Wohnzimmer der neuen Supermacht"

Vortrag

Rathenow | Bibliothek Rathenow | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03385-512683

Eintritt: 7 €

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Wie ticken die Menschen in China? Drei Monate lang erkundet Couchsurfer Stephan Orth das Reich der Mitte: vom Spielerparadies Macau im Süden bis nach Dandong an der Grenze zu Nordkorea, von Shanghai bis in die Krisenprovinz Xinjiang. Er besucht Hightech-Metropolen, die mit totaler Überwachung experimentieren, und abgeschiedene Dörfer, in denen fürs Willkommensessen der Hund geschlachtet wird. Er wird als Gast einer Live-Fernsehshow zensiert und tritt fast einer verbotenen Sekte bei. Dabei wird immer deutlicher, wie sich das Leben hinter den Kulissen der neuen Supermacht gestaltet, welche Träume und Ängste die Menschen bewegen: Und plötzlich wirkt das schwer durchschaubare China viel weniger fremd, als man vermutet hätte.

Stephan Orth, Jahrgang 1979, arbeitete von 2008 bis 2016 als Redakteur bei Spiegel Online, bevor er sich als Autor selbständig machte. Seine größten Erfolge waren die Bestseller "Couchsurfing im Iran" und "Sorry, wir haben die Landebahn verfehlt". Besitzt fünf Rucksäcke, vier Schlafsäcke und drei Zelte, aber keinen Rollkoffer.

Sonntag
22.
September 2019
11.00 Uhr

Klaus-Ruediger Mai
(c) Christoph Busse

 

Matinee in der Villa Quandt
Klaus-Rüdiger Mai
"Leonardos Geheimnis. Die Biographie eines Universalgenies"

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Leonardo da Vinci gilt als das Urbild des Universalgenies der Renaissance, als der große Magier, der erste Naturwissenschaftler, der geniale Künstler. Er war eine Ausnahmeerscheinung in einer Zeit voller Ausnahmeerscheinungen. Und Leonardos Leben bleibt wie das Lächeln der Mona Lisa geheimnisvoll. Es entzieht sich, wenn man sich ihm nähern will. Also muss man neue Wege wählen, um ihm nachzuspüren. Der Renaissance-Experte Klaus-Rüdiger Mai folgt dem Universalgenie auf bisher unbekannten Wegen. Er entdeckt einen Menschen, der wie wenige andere für seine Zeit steht und doch seiner Zeit weit voraus war.
Im Florenz der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts aufgewachsen, beeinflusst Leonardo da Vinci der ungeheure geistige, philosophische, künstlerische und technische Aufschwung, den die Stadt erlebt. Obwohl mit den Mitgliedern der Platonischen Akademie verbandelt, schlägt Leonardo einen anderen, neuen Weg des Denkens und Forschens ein. Er will der Natur ihre Geheimnisse entlocken. Er überwindet den Neuplatonismus der Renaissance und wird, wenn man so will, zum ersten modernen Naturforscher Europas.

Klaus-Rüdiger Mai, Dr. phil., Jahrgang 1963, studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er verfasst historische Romane, Sachbücher und Biographien. Nach Martin Luther, Albrecht Dürer, Johannes Gutenberg und der Musikerdynastie der Bachs wendet sich der inzwischen weithin bekannte Kenner der europäischen Geschichte nun Leonardo da Vinci zu.

Mit freundlicher Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Mittwoch
25.
September 2019
13.30 Uhr

Reiner Stach
(c) C.Breitinger

 

Lausitzer LesART
Rainer Stach: "Kafkas Universum"

Vortrag und Gespräch
Moderation: Kathrin Verzino

Cottbus | Lernzentrum | Berliner Str.14

Karten unter:
0355 / 38060-15

Eintritt: 10 / 8 €

RESERVIEREN

Reiner Stach hat mit seiner Kafka-Biographie die Möglichkeiten der literarischen Biographie neu ausgelotet. International gilt sie längst als die definitive Biographie Kafkas. Ergänzt hat Reiner Stach sein Opus magnum nun um den Dokumentationsband »Kafka von Tag zu Tag«. Basierend auf Stachs jahrzehntelangen Forschungen erlebt man als Leser, was Tag für Tag in Kafkas Leben geschah: in seiner Familie, seinem Freundeskreis bis hin zu weltpolitischen Ereignissen seiner Zeit. Ein einzigartiges Dokument, das eine schier unendliche Fülle an Material übersichtlich und beeindruckend ordnet und so das Leben und die Zeit des großen Autors unmittelbar erfahrbar macht.

Reiner Stach, geboren 1951 in Rochlitz (Sachsen), arbeitete nach dem Studium der Philosophie, Literaturwissenschaft und Mathematik und anschließender Promotion zunächst als Wissenschaftslektor und Herausgeber von Sachbüchern. 1987 erschien seine Monographie ›Kafkas erotischer Mythos‹. 1999 gestaltete Stach die Ausstellung ›Kafkas Braut‹, in der er den Nachlass Felice Bauers präsentierte, den er in den USA entdeckt hatte. 2002 und 2008 erschienen die ersten beiden Bände der hochgelobten dreiteiligen Kafka-Biographie. 2008 wurde Reiner Stach für ›Kafka: Die Jahre der Erkenntnis‹ mit dem Sonderpreis zum Heimito-von-Doderer-Literaturpreis ausgezeichnet. Für sein herausragendes Gesamtwerk auf dem Feld der literarischen Biographik erhielt er 2016 den Joseph-Breitbach-Preis.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros, des Lernzentrums Cottbus und der Lausitzer Rundschau.

Donnerstag
26.
September 2019
19.30 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Pauline de Bok
„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens

Moderation: Katarzyna Zorn

Luckenwalde | Bibliothek im Bahnhof | Bahnhofsplatz 5

Karten unter:
03371-403340

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf) in Amsterdam und Mecklenburg. Für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Montag
30.
September 2019
19.00 Uhr
   

Ein Abend der jungen zeitgenössischen ungarischen Literatur

Mit Tibor Zalán (*1954 Szolnok / Ungarn), Koppány Zsolt Nagy (*1978 Marosvásárhely / Rumänien), Dániel Levente Pál (*1982 Budapest), Tímea Shrek (*1989 Beregszász / Ukraine) und Gergely Marcsák (*1990 Kincseshomok / Ukraine)

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: frei

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Die deutschen Texte liest René Schwittay (HOT) Moderation Hendrik Röder Musikalische Untermalung: Gergely Marcsák (Gitarre)

In den Pausen werden kostenfrei ungarische Weine der Weinkellerei Koch (Ungarn) gereicht

Zum Beispiel: Dániel Levente Pál: Der Achte Bezirk Gottes. Kurzgeschichten aus der Josefstadt

Der Ort ist die Josefstadt, der achte Bezirk von Budapest. Derselbe Josef wie in Wien, nur war er hier König und in Österreich (korrekter eigentlich in der österreichischen Reichshälfte...) Kaiser. K.u.K., Sie wissen schon. Nicht das Palastviertel, sondern jenseits der Großen Ringstraße, an der Grenze der Stadt und der Zone, mit vielen hierher getriebenen und hängengebliebenen Menschen und Schicksalen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Zeit hier sowohl stehenbleibt als auch weiterrennt. In der einen Straße Paris, mit aufeinander zuneigenden altehrwürdigen Bürgerhäusern, mit den vermodernden Wandreliquien des vergangenen Maklerreichtums und mit den zurückhaltenden Übertreibungen der kleinbürgerlichen Sitten und Geschmäcker. Eine andere Straße mit dem neuen Berlin, kristallförmiges Einkaufszentrum, Springbrunnen und Casino.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Kulturprojekts "Ungarische Kulturtage in Potsdam 2019", getragen durch die CulturElle Stiftung (Budapest) und die Landeshauptstadt Potsdam.

Donnerstag
10.
Oktober 2019
20.00 Uhr

Tommy Wieringay
(c) Peter-Andreas Hassiepen

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Tommy Wieringa
„Santa Rita“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Moderation: Knut Elstermann

Wilhelmshorst | Peter-Huchel-Haus | Hubertusweg 41

Karten unter:
033205-62963

Eintritt: 8 / 6 €

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Stadt, Land, Schluss. Zeit seines Lebens hat Paul Krüzen mit seinem Vater auf dem Hof an der deutsch-niederländischen Grenze gewohnt. Seinen Handel hat er nach und nach von Trödel auf Militaria umgestellt und verdient auch an den Neonazis. Als sein einziger Freund Hedwiges eines Nachts in seinem Haus brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt wird, hat Paul sofort den Besitzer des Bordells jenseits der Grenze im Verdacht. Tommy Wieringas mitreißender Roman zeichnet das Schicksal der Verlierer in den abgehängten Gebieten mit großer Empathie nach: Was der jahrzehntelange Stillstand aus den Menschen macht und wie Angst und Zweifel plötzlich in Wut und Hass umschlagen.

Tommy Wieringa, 1967 geboren, ist einer der erfolgreichsten niederländischen Schriftsteller. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays und Reisereportagen. Bei Hanser erschienen die Romane „Joe Speedboat. Keine Zeit für Helden“ (2006), „Der verlorene Sohn“ (2010), „Eine schöne junge
Frau“ (2015) und „Dies sind die Namen“ (2016). Für „Santa Rita“ (erscheint im Herbst 2019) erhielt er den BookSpot Literaturpreis sowohl in der Kategorie der Kritiker als auch der Leser. Tommy Wieringa lebt in der Nähe von Amsterdam.

Knut Elstermann, geb. 1960 in Ostberlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete als Redakteur bei verschiedenen DDR-Medien. Seit der Wende ist er freier Moderator und Filmjournalist, vor allem für ARD-Hörfunk und -Fernsehen sowie für 3sat, ARTE und N24. Bekannt durch seine Filmtipps bei radioeins und Literatursendungen. Er ist Autor mehrerer Bücher.Zuletzt erschienen „Meine Winsstraße“ und „Dagmar Manzel: Menschenskind“.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Dienstag
22.
Oktober 2019

Jachina Gusel

 

Literaturgeschpräche Premnitz-Rathenow
Gusel Jachina „Wolgakinder“.

Die Schauspielerin Jennipher Antoni liest den deutschen Text.
Lesung und Gespräch.
Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Buchhandlung Tieke | Berliner Str. 4

Karten unter:
03385-510232

Eintritt: 7 €

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In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er sich in Klara verliebt, eine Bauerntochter vom anderen Ufer der Wolga. Doch ihre Liebe kann sich den Ereignissen nicht entziehen, die die Revolution und die Gründung der Deutschen Republik an der Wolga mit sich bringen. Klara wird von marodierenden Banditen vergewaltigt. Als sie die Geburt des Kindes nicht überlebt, verliert Jakob Bach für immer die Sprache. Doch wie soll er, stumm und ganz allein, für seine gerade geborene Tochter sorgen? Gusel Jachinas großer Roman erzählt am Schicksal berührender Figuren die Geschichte der Wolgadeutschen.

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“, bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau.

Samstag
26.
Oktober 2019
19.30 Uhr

Jörg Hartmann
(c) Maximilian Bühn

 

Textlandschaften Zossen/Wünsdorf
Der Schauspieler Jörg Hartmann liest „Der Trinker“ von Hans Fallada.

Lesung. Einführung: Peter Walther

Wünsdorf | Bürgerhaus Wünsdorf | Am Bürgerhaus 1

Karten unter:
033702-60815
oder: 03377-3040477

Eintritt: 12 / 10 €

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In gut zwei Wochen, bis zum 21. September 1944, schrieb Fallada seinen persönlichsten Roman nieder. Zu der Zeit lebte er auf richterlichen Beschluss für dreieinhalb Monate in der Strelitzer Landesanstalt. Vorangegangen war ein Streit mit seiner geschiedenen Frau, bei dem Fallada einen ungezielten Schuss aus seiner Pistole abgab. „Solange ich schreibe, vergesse ich die Gitter vor dem Fenster“, teilte er seiner Mutter in einem Brief mit. Umgeben von Kriminellen, Wärtern und Pflegern, selten ungestört, schrieb Fallada nicht nur den Roman, sondern noch fünf Erzählungen und seine Sicht auf die Nazizeit nieder. Um das Manuskript zu schützen, tarnte er es durch Unleserlichkeit: fertige, eng beschriebene Manuskriptblätter stellte er auf den Kopf und schrieb in den Zwischenräumen zurück. Mitunter wiederholte er den Vorgang, so dass die Seiten wie mit einer Geheimschrift bedeckt erschienen. In monatelanger Entzifferungsarbeit wurde der Roman nach Falladas Tod im Aufbau-Verlag rekonstruiert: „Ein zeitloses Dokument über die Abgründe einer Sucht.“ (Nürnberger Nachrichten)
Jörg Hartmann, geboren 1969 in Hagen/Westfalen. Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart. Erste Engagements 1994–96 am Staatstheater Meiningen sowie 1996–99 am Nationaltheater Mannheim. Von 1999–2009 sowie erneut seit 2016 festes Ensemblemitglied an der Schaubühne am Lehniner Platz. Seit Ende der 90er Jahre vermehrt Rollen in TV- und Kino-Produktionen, u.a. als Stasi-Offizier Falk Kupfer in der Serie „Weissensee“, „Bella Block“, „Der blinde Fleck“, „Homeland“, „Wilde Maus“ und in diversen „Tatort“-Folgen, bevor er 2012 als Dortmunder Tatort-Kommissar Peter Faber zu ermitteln begann. Er erhielt u.a. den Deutschen Fernsehpreis 2011 als bester deutscher Schauspieler, die Goldene Kamera, sowie den Grimme-Preis im Jahr 2016.

Mit freundlicher Unterstützung durch den Literaturladen Wist.

Sonntag
27.
Oktober 2019
11.00 Uhr

Ulrich Ladurner

 

Matinee in der Villa Quandt
Einmischen! in den Fall Italien

Eine Diskussion über Gefühlspolitik und das Ideal der Freiheit
mit Ulrich Ladurner und Petra Reski
Moderation: Ingo Kahle

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Leidenschaft, Temperament, Überschwang - das lieben die Deutschen an den Italienern. Aber was passiert, wenn hemmungslose Emotionen die Politik dominieren? In Italien grassiert die Korruption und die Wirtschaft schrumpft ebenso wie die Gesamtbevölkerung. Es gibt kaum noch Institutionen, die politische Leidenschaften kanalisieren. Die Kirche, die Volksparteien, die Gewerkschaften - nur noch Schatten ihrer selbst. Rohe Emotionen dominieren nicht nur die Politik, sie formen und gestalten die Gesellschaft.
Die nationalistische Lega und die 5-Sterne-Bewegung bilden nicht nur eine Koalition, sondern versprechen den Italienern Freiheit von der EU und neue Selbstbestimmung mit der Behauptung, die Politik wieder handlungsfähig und die Nation stark zu machen. Auch in Teilen Deutschlands verfängt diese Politik. Wie gelingt es, die Balance zwischen Nationalstaat und europäischer Einigung zu wahren und dabei das Ideal der Freiheit nicht zu verlieren.

Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros. Für diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Freundeskreis Potsdam - Perugia e.V.

Ulrich Ladurner geboren in Meran/Südtirol, ist Journalist und Sachbuchautor. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Innsbruck arbeitete er als freier Journalist für verschiedene österreichische Nachrichtenmagazine und für den ORF, bevor er 1999 zur ZEIT nach Hamburg wechselte. Mehr als zwei Jahrzehnte berichtete Ladurner über Kriege und Krisen; seit Herbst 2016 ist er Europa-Korrespondent der ZEIT in Brüssel. Im Oktober erschien in der Edition Körber »Der Fall Italien - Wenn Gefühle die Politik beherrschen«.

Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt seit 1991 in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien - und immer wieder über das Phänomen der Mafia. Sie wurde für ihre Reportagen und Bücher mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt als "Reporterin des Jahres". In Italien erhielt sie für ihr Antimafia-Engagement den Premio Civitas und den Amalfi-Coast Media Award. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt »Mafia.100 Seiten« (Reclam 2018).

Donnerstag
07.
November 2019
19.00 Uhr

Lot Vekemans
(c) Merlin-Daleman

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Lot Vekemans
„Ein Brautkleid aus Warschau“

Übersetzt aus dem Niederländischen von
Eva M. Pieper und Alexandra Schmiedebach

Szenische Lesung:
Dominika Otlewska-Dräger
Moderation:
Katarzyna Zorn

Potsdam | Heinrich von Kleist Schule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331-2896730

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Marlena, Mitte zwanzig, wohnt in Polen auf dem platten Land und ist zum Kummer ihrer Mutter noch immer nicht verheiratet. Dann verliebt sie sich plötzlich bis über beide Ohren in einen Amerikaner, der als Journalist über die Zeit nach dem Kommunismus berichtet.Marlena hat das Glück, zu lieben und geliebt zu werden, aber sie weiß es nicht, oder wenigstens: Sie kann es nicht glauben. Und so ähnlich geht es ihrem Geliebten auch, der schließlich nach Amerika zurückkehrt. Dass sie ein Kind erwartet, wird er nie erfahren. Ein melancholischer Schleier scheint über Marlenas Leben
zu liegen; stets bricht etwas entzwei, ohne dass es eigentlich eine Schuld gibt oder gar einen Schuldigen. Alle sind schuldlos Schuldige: Liebende, die tragisch verkettet sind in Verhältnisse, die sie nicht durchschauen. Lot Vekemans erzählt aus drei Perspektiven über das Verlangen, seinem Leben eine Richtung zu geben, und über die unvorhersehbaren Folgen, die es hat, wenn man es wirklich wagt. Ihre Charaktere, Marlena, drei
Männer und ein Junge, gehen einem nicht mehr aus dem Kopf.

Lot Vekemans, geboren 1965, studierte Geographie, später an der Schriftsteller-Akademie Colofon in Amsterdam. Ihre Theaterstücke wurden in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und sind vielfach preisgekrönt. Ihr Stück „Gift“ feiert derzeit in Deutschland Triumphe. „Ein Brautkleid aus Warschau“ ist ihr Romandebüt.

Dominika Otlewska-Dräger, geb. 1981 in Polen, studierte „European Master in Intercultural Education“ an der FU Berlin, Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft an der HU Berlin und schloss die Schauspielausbildung an der Schauspielschule für Theater und Film Reduta-Berlin ab. Sie betreute internationale Theaterprojekte, Festivals und Ausstellungen. Zur Zeit ist sie Doktorantin an der Europa Universität Viadrina, Frankfurt (Oder).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
10.
November 2019
11.00 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Matinee in der Villa Quandt
Moderation: Jan Konst

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Montag
11.
November 2019
19.30 Uhr

Marente de Moor
(c) Eddo Hartmann

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Marente de Moor
„Aus dem Licht“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Bettina Bach

Moderation: Jan Konst

Zossen | Neues Leben im Alten Haus | Kirchplatz 7

Karten unter:
03377-3040477

Eintritt: 8 / 6 €

RESERVIEREN

Wer war der Erfinder, der den ersten Film der Welt drehte und spurlos verschwand? Als Valéry Barre 1890 in Frankreich den Zug besteigt, will er seine neueste Erfindungzum Patent anmelden. Er hat den ersten Film der Welt gedreht. Das 20. Jahrhundert steht vor der Tür: Neue technische Ideen und Utopien schießen ins Kraut, gleichzeitig glauben die Menschen noch an Hellseher und Gedankenleser. Auf einmal ist Barre spurlos verschwunden.
Während sein Sohn dem Vater in Europa und Amerika nachspürt, lässt sich Thomas Edison die Erfindung desFilms patentieren. Edisons Frau wiederum scheint mehr an Barre junior interessiert. Marente de Moor hat einen fulminanten Roman geschrieben, der nicht nur den Wettlauf ehrgeiziger Erfinder, sondern ein ganzes Zeitalter porträtiert.

Marente de Moor, 1972 in Den Haag geboren, arbeitet als Journalistin und Schriftstellerin. 2007 erschien ihr erster Roman „Amsterdam
und zurück“, 2014 wurde sie mit dem Literaturpreis der Europäischen Union ausgezeichnet. Zuletzt erschien ihr Roman „Aus dem Licht“
(2019).

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Freitag
15.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Oranienburg | Stadtbibliothek Oranienburg | Schloßplatz 2

Karten unter:
03301 / 600-8660
oder: stadtbibliothek@oranienburg.de

Eintritt: frei

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Vorlesetags.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
21.
November 2019
20.00 Uhr

Thea Dorn, Juli Zeh
Rüdiger Safranski (c) Peter-Andreas Hassiepen

 

Zeh&Dorn
Gespräche zur Zeit

Auftakt unserer neuen Veranstaltungsreihe.
Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.
Zu Gast: Rüdiger Safranski

Potsdam | Waschhaus | Schiffbauergasse 6

Karten unter:
01806 700 733
oder: www.reservix.de

Eintritt: 12 / 10 € zzgl. Geb.

Ein offener Blick auf die gesellschaftlichen Brüche spätestens seit 2015 zeigt auch eine Verunsicherung und Spaltung des Kulturbetriebs, die sich in zahllosen Petitionen und gegenseitigen Verdächtigungen äußert. Wir wollen mit unserer neuen Reihe unterschiedlichen Positionen einen Gesprächsraum geben. Es moderieren die Autorinnen Thea Dorn und Juli Zeh.

Rüdiger Safranski, geboren 1945, studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte. Seit 1985 ist er als freier Autor tätig, dessen Werke mittlerweile in 26 Sprachen übersetzt sind. Gemeinsam mit Peter Sloterdijk war er Gastgeber des »Philosophischen Quartetts« im ZDF. Er wurde mit dem Friedrich-Märker-Preis, dem Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik und dem Friedrich-Nietzsche-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit dem Waschhaus Potsdam mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.

Dienstag
26.
November 2019
19.00 Uhr

Pauline de Bok
(c) Jan Banning

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Pauline de Bok
„Beute. Mein Jahr auf der Jagd“

Übersetzt aus dem Niederländischen von Gregor Seferens

Moderation: Katarzyna Zorn

Rathenow | Stadtbibliothek | Schleusenplatz 4

Karten unter:
03371-403340

Eintritt: 7 €

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Von der ersten Spur bis zum Schuss, vom Aufbrechen des Wildes bis zum Verzehr: Pauline de Bok nimmt uns mit auf eine Entdeckungsreise durch die Welt der Jagd. In ihren mitreißenden Erzählungen erweist sich die Jagd als eine höchst aufschlussreiche Aktivität: Ein Jäger muss sich in die Tiere hineinversetzen, aber er muss sich auch selbst kennen: seine Motive, Fähigkeiten, Schwächen und seinen Jagdinstinkt. Zugleich hält die Jagd einer Gesellschaft den Spiegel vor, die immer mehr Tiere „verbraucht“, aber vom Töten nichts wissen will. Pauline de Boks Jagd-Buch lässt uns ganz neu über das Verhältnis von Mensch und Tier und den Platz des Menschen in der Natur nachdenken. Ihr glänzend geschriebenes Buch ist zugleich eine Reflexion über die Natur des Menschen als Jäger, die Lust am Beutemachen, das Essen von Tieren und die moralische Verantwortung.

Pauline de Bok lebt als freie Schriftstellerin und Übersetzerin (u. a. von Wolfgang Herrndorf) in Amsterdam und Mecklenburg. Für ihren Roman „Blankow oder Das Verlangen nach Heimat“ (2009) wurde sie mit dem Annalise-Wagner-Preis ausgezeichnet.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Donnerstag
28.
November 2019
19.00 Uhr

Jan Konst
(c) Ekko von Schwichow

 

Niederländische Autoren im Land Brandenburg 2019

Jan Konst „Der Wintergarten"

Übersetzt aus dem Niederländischen von Malene Müller-Haas

Eine deutsche Familie im langen 20. Jahrhundert
Moderation: Katarzyna Zorn

Lübbenau | Schloß Lübbenau | Schloßbezirk 6

Karten unter:
03542 / 873-0
oder: info@schloss-luebbenau.de

Eintritt: 10 / 8 €

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Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung – das bewegte Jahrhundert einer deutschen Familie

Fast hundert Jahre alt wird Hilde Grunewald. 1902 im sächsischen Meißen geboren, wächst sie unter Kaiser Wilhelm II. auf. Sie heiratet in der Weimarer Republik, ihre Kinder kommen in der Zeit des Nationalsozialismus zur Welt. Hilde erlebt den Aufstieg, aber auch den Zusammenbruch der DDR – und schließlich die friedliche Revolution von 1989, durch die sie Bürgerin der Bundesrepublik wird.

Ihr Leben ist von Umbrüchen gezeichnet. Sie überlebt zwei Weltkriege und hat mit den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu kämpfen. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie es in höheren Kreisen zugeht – aber auch, was es bedeutet, auf finanzielle Unterstützung angewiesen zu sein. Die russische Besatzung prägt ihr Leben ebenso wie der Kalte Krieg, der Bau der Berliner Mauer und die Wende.

Mit historischer Präzision und erzählerischem Geschick blickt Literaturwissenschaftler Jan Konst in Der Wintergarten auf das bewegte Leben seiner Schwiegerfamilie. Hildes Geschichte, aber auch die ihrer Eltern, Kinder und Enkel gerät dabei für den Leser zu einer faszinierenden Zeitreise durch das lange 20. Jahrhundert vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung. Eine einzigartige Familienchronik über vier Generationen und hundertfünfzig Jahre deutscher Geschichte.
Jan Konst ist Literaturwissenschaftler und Niederlandist. Seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Niederländische Philologie (Literaturwissenschaft) an der Freien Universität Berlin. Seine Publikationen widmen sich der frühmodernen Literatur, den niederländisch-deutschen Literaturbeziehungen und der Gegenwartsliteratur in den Niederlanden und in Flandern. In seinem gefeierten Buch "Der Wintergarten" beleuchtet Jan Konst die Geschichte seiner Schwiegerfamilie aus einer reflektierenden und zugleich von Empathie geprägten Position.

Eine Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg. Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Sonntag
19.
Januar 2020
11.00 Uhr

Heike B. Görtemaker
(c) Blumrich

 

Heike B. Görtemaker "Hitlers Hofstaat: Der innere Kreis im Dritten Reich und danach"

Lesung und Gespräch, Moderation Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331 - 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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Wer gehörte zum innersten Kreis um Hitler? Welche Funktion erfüllte dieser Hofstaat? Und wie beeinflusste er das Geschichtsbild nach 1945? Auf der Grundlage bisher unbekannter Quellen erforscht Heike Görtemaker Hitlers privates Umfeld und zeigt, wie sein Kreis ihn zu dem machte, der er war. Ihr Buch rückt bis in die nächste Nähe zu Hitler vor und ist zugleich eine brillante Dekonstruktion des Führermythos.

"Wenn Sie abziehen, was Politik an ihm ist, bleibt wenig oder nichts", urteilte Ian Kershaw über Hitler, und Joachim Fest behauptete: "Ein Privatleben hatte er nicht." Für Alan Bullock war der "Führer" ein "Entwurzelter ohne Heim und Familie". Doch damit gingen seine Biographen der Selbstinszenierung Hitlers auf den Leim. Sein innerer Kreis, die Berghof-Gesellschaft, war sein privater Rückzugsraum. Doch der Hofstaat war mehr als das. Er gab Hitler erst den nötigen Rückhalt, um die Rolle des "Führers" überhaupt ausfüllen zu können. Er produzierte Vertrauensleute, die Hitler politisch nutzen konnte. Und er stellte eine verschworene Gemeinschaft dar, deren kleinster gemeinsamer Nenner im Antisemitismus bestand.
Heike Görtemaker leistet in diesem Buch Pionierarbeit: Sie erschließt zahlreiche bisher unbekannte Quellen, stellt neue Fragen an das alte Material und erforscht erstmals auch den "Kreis ohne Führer", die Vernetzung des inneren Zirkels nach 1945.

Heike B. Görtemaker ist Historikerin und Publizistin und wurde durch ihr Buch über Eva Braun, das in 18 Sprachen übersetzt wurde, einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Seitdem ist sie regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Sonntag
02.
Februar 2020
11.00 Uhr

Michael Lüders
(c)Christoph Mukherjee

 

Matinee in der Villa Quandt
Einmischen! In den Nahen Osten

Eine Diskussion über Untergangs- und Hoffnungszenarien der arabischen Welt
Mit Daniel Gerlach und Michael Lüders
Moderation: Aline Abboud

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Kriege und Konflikte beherrschen unser Bild des Nahen und Mittleren Ostens. Und die Lage scheint nur immer schlimmer zu werden, auch weil die Region ein Zentrum geopolitischer Machtkämpfe ist. Abgesänge auf die Region bestimmen die Debatte. Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift »zenith«, ist dagegen überzeugt: Die arabische Welt ist noch lange nicht verloren. Im Gegenteil, sie steht vor einer historischen Chance. In seinem neuen Buch "Der Nahe Osten geht nicht unter. Die arabische Welt vor ihrer historischen Chance"(Edition Körber) zeichnet Gerlach ein Panorama der Region, vor allem Syriens, des Irak und von Teilen der Golfregion und Nordafrikas. Er öffnet unseren Blick für eine Neubewertung der konfessionellen und ideologischen Spannungen und erzählt von Entwicklungen, die bereits beginnen, die Machtverteilung in diesen Ländern zu verschieben. Denn jenseits von Staaten, Regierungen und Autokraten agieren überraschend viele gesellschaftliche Gruppen, die mit ihrem erheblichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Einfluss die Region transformieren können.
Mit Verve und Sachkenntnis macht Daniel Gerlach klar: Die Menschen des Nahen Ostens sind nicht nur Opfer weltgeschichtlicher Kräfte, die sie hin und her werfen. Sie sind auch Herren ihres eigenen Schicksals und haben zu allen Zeiten pragmatische Lösungen gefunden. Nicht nur, um zu überleben. Sondern auch, um ihr Leben lebenswerter zu gestalten. Höchste Zeit also, unsere defätistische Haltung aufzugeben und Vertrauen in die Zukunft der arabischen Welt zu fassen.

Daniel Gerlach ist Herausgeber und Chefredakteur des Magazins zenith. Als Journalist und Orientalist bereist er die Region regelmäßig. 2014 gründete Gerlach gemeinsam mit anderen Nahost-Experten die Candid Foundation, ein gemeinnütziger Thinktank, der sich schwerpunktmäßig mit dem Nahen Osten, Nordafrika und dem Kaukasus beschäftigt. Darüber hinaus leitet Daniel Gerlach die internationale Forschungs- und Beratungsgruppe zenithCouncil.

Michael Lüders war lange Jahre Nahost-Korrespondent der Hamburger Wochenzeitung "DIE ZEIT" und kennt alle Länder der Region aus eigener Anschauung. Als Islamexperte ist er häufiger Gast in Hörfunk und Fernsehen. Sein jüngstes Buch "Armageddon im Orient: Wie die Saudi-Connection den Iran ins Visier nimmt" befaßt sich mit den Folgen eines Angriffs auf den Iran, der kein westlich orientiertes Regime in Teheran zur Folge hätte, sondern Chaos im Orient - mit katastrophalen Folgen auch für uns in Europa.

Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros.