Aktuelle Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Sonntag
27.
Oktober 2019
11.00 Uhr

Ulrich Ladurner

 

Matinee in der Villa Quandt
Einmischen! in den Fall Italien

Eine Diskussion über Gefühlspolitik und das Ideal der Freiheit
mit Ulrich Ladurner und Petra Reski
Moderation: Ingo Kahle

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstr. 46/47

Karten unter:
0331-2804103

Eintritt: 8 / 6 €

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Leidenschaft, Temperament, Überschwang - das lieben die Deutschen an den Italienern. Aber was passiert, wenn hemmungslose Emotionen die Politik dominieren? In Italien grassiert die Korruption und die Wirtschaft schrumpft ebenso wie die Gesamtbevölkerung. Es gibt kaum noch Institutionen, die politische Leidenschaften kanalisieren. Die Kirche, die Volksparteien, die Gewerkschaften - nur noch Schatten ihrer selbst. Rohe Emotionen dominieren nicht nur die Politik, sie formen und gestalten die Gesellschaft.
Die nationalistische Lega und die 5-Sterne-Bewegung bilden nicht nur eine Koalition, sondern versprechen den Italienern Freiheit von der EU und neue Selbstbestimmung mit der Behauptung, die Politik wieder handlungsfähig und die Nation stark zu machen. Auch in Teilen Deutschlands verfängt diese Politik. Wie gelingt es, die Balance zwischen Nationalstaat und europäischer Einigung zu wahren und dabei das Ideal der Freiheit nicht zu verlieren.

Einmischen! - Das Debattenformat der Körber-Stiftung und des Brandenburgischen Literaturbüros. Für diese Veranstaltung in Kooperation mit dem Freundeskreis Potsdam - Perugia e.V.

Ulrich Ladurner geboren in Meran/Südtirol, ist Journalist und Sachbuchautor. Nach dem Studium der Politikwissenschaft und Geschichte an der Universität Innsbruck arbeitete er als freier Journalist für verschiedene österreichische Nachrichtenmagazine und für den ORF, bevor er 1999 zur ZEIT nach Hamburg wechselte. Mehr als zwei Jahrzehnte berichtete Ladurner über Kriege und Krisen; seit Herbst 2016 ist er Europa-Korrespondent der ZEIT in Brüssel. Im Oktober erschien in der Edition Körber »Der Fall Italien - Wenn Gefühle die Politik beherrschen«.

Petra Reski wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt seit 1991 in Venedig. Seit 1989 schreibt sie über Italien - und immer wieder über das Phänomen der Mafia. Sie wurde für ihre Reportagen und Bücher mehrfach ausgezeichnet, in Deutschland zuletzt als "Reporterin des Jahres". In Italien erhielt sie für ihr Antimafia-Engagement den Premio Civitas und den Amalfi-Coast Media Award. Petra Reski hat mehrere Romane und Sachbücher veröffentlicht, zuletzt »Mafia.100 Seiten« (Reclam 2018).