Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Jan Wagner (c) Nadine Kunath
Nadja Küchenmeister (c) Dirk Skiba
Ulf Stolterfoth (c) Dirk Skiba
Rike Scheffler (c) Gunnlöð Jóna
Andreas Koziol (c) privat
Lutz Seiler (c) Jürgen Bauer
Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47
Eintritt: 15 €
Auf jeder Shortlist der faszinierendsten deutschen Dichterinnen und Dichter unserer Gegenwart fänden diese fünf ihren Platz – wir laden ein zum großen Potsdamer Gipfeltreffen der Poesie mit Jan Wagner, Nadja Küchenmeister, Ulf Stolterfoth, Rike Scheffler und Andreas Koziol (präsentiert von Lutz Seiler). Alle fünf haben kürzlich neue Bücher vorgelegt:
„In ihrem neuen Band Der Große Wagen erweist sich Nadja Küchenmeister als eine Dichterin, deren federleichte und zugleich majestätische sprachliche Eleganz auf eindrücklichster Könnerschaft gründet“, schreibt die Jury zum kürzlich verliehenen Bettina-Brentano-Preis. Mit „rückkehr von krähe“ (Ernst-Jandl-Preis 2025) ist Ulf Stolterfoth gelungen, „eine epische Volkssaga zu dichten, eine Verserzählung von atemberaubendem Ausmaß und überbordender Kombinationslust. Was für ein Werk!“ schrieb Christian Metz in der FAZ. Rike Scheffler arbeitet übergreifend in Gebieten der Lyrik, Performance, Installation und Musik und hat mit ihren Lyrik-Performances international auf sich aufmerksam gemacht. Ihr Gedichtband „der rest ist resonanz“ erhielt den Orphil-Debütpreis für Lyrik, 2023 erschien „Lava. Rituale“. Der Büchnerpreisträger Jan Wagner hat mit „Tanzt die Orange“ gerade (mit Norbert Hummelt) eine einzigartige Anthologie herausgebracht: Rilke-Gedichte im Dialog mit neuer deutscher Lyrik – quer durch die Vielfalt heutiger Sprech- und Schreibweisen. Sein letzter Gedichtband „Steine & Erden“ erzählt einen neuen lyrischen Kosmos – von der Karottenrakete auf ihrem Weg zum Erdmittelpunkt bis hin zu Dürers „Rhinozeros“. „Der Dichter Andreas Koziol hat einen Namen und ist doch ein unbekannter Meister“, so hat es Henryk Gericke kürzlich in einem Nachruf geschrieben. Tatsächlich ist Koziols Poesie wunderbar einzigartig und elegant. Unerreicht ist sein funkenschlagende Gebrauch uns vertrauter Strukturen wie Reim und Strophe, die im Spannungsfeld von Benennen und Benanntem jenes „Letterleuchten“ (Koziol) erzeugen, das in den Farbtönen des Witzes, der Trauer und der Ironie ein betörend flirrendes Spiel treibt. Gelesen und vorgestellt wird Andreas Koziol von Lutz Seiler.
Eine Veranstaltung des Peter Huchel Hauses und des Brandenburgischen Literaturbüros mit Unterstützung durch die Land Brandenburg Lotto GmbH.