Aktuelle Veranstaltungen

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Dienstag
29.
September 2026
18.00 Uhr
Leon Weintraub<br>(c) Malgorzat Musielak

Leon Weintraub
(c) Malgorzat Musielak

   

Leon Weintraub
Augenzeugenbericht „12 Jahre des Tausendjährigen Reichs“

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Kleistschule | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331 / 2896730

Eintritt: SCHULVERANSTALTUNG

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»Die dramatischen Erlebnisse der Vergangenheit konnte ich in meinem Archiv der Erinnerung unterbringen. Sie sind nicht ausgelöscht, aber sie bilden auch keine dunkle Wolke über meinem Kopf, die mir die Sonne verdeckt.«
Leon Weintraub

Leon Weintraub, geb. am 1. Januar 1926 im jüdischen Armenviertel in Łódz, war Häftling im Getto Litzmannstadt sowie in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Groß-Rosen, Flossenbürg und Offenburg/ Außenkommando des Lagers Natzweiler. Nach dem Krieg studierte er Medizin in Göttingen und wurde Facharzt der Geburtshilfe und Frauenheilkunde in einer Warschauer Klinik, 1966 Oberarzt im Kreiskrankenhaus in Otwock bei Warschau, bis er 1969 aufgrund des gewachsenen Antisemitismus nach Schweden emigrieren musste. Als Zeitzeuge setzt er sich seit Jahren mit Vorträgen in Schulen und Gedenkstätten für die Erinnerung an den Holocaust ein.
2026 wurde er mit der Ehrendoktorwürde der Medizinischen Fakultät der Georg-August-Universität, Universitätsmedizin Göttingen sowie dem Göttinger Friedenspreis ausgezeichnet.
2022 erschien im Wallstein Verlag ein Buch von Leon Weintraub und Magda Jaros „Die Versöhnung mit dem Bösen. Geschichte eines Weiterlebens“.
Am 26. August 2026 fand in Łódź die Weltpremiere des Dokumentarfilms „L`dor vador“ ("From Generation to Generation") von den Filmemachern und Journalisten Dean und David Körzdörfer über Leon Weintraub, statt.

Eine Veranstaltung des Brandenburgischen Literaturbüros und der Kleist-Schule Potsdam.