Veranstaltungen im Oktober 2023

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Donnerstag
05.
Oktober 2023
20.00 Uhr
Jutta Hoffmann<br>(c) Joachim Gern

Jutta Hoffmann
(c) Joachim Gern

Andreas Dresen<br>(c) Andre Röhmer

Andreas Dresen
(c) Andre Röhmer

 

in memoriam Wofgang Kohlhaase (1931-2022)
Jutta Hoffmann liest aus „Erfindung einer Sprache. Erzählungen“

Andreas Dresen im Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Ausverkauft!

Eintritt: 15 / 12 €

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Anläßlich des ersten Todestages erinnern die Schauspielerin Jutta Hoffmann und der Regisseur Andreas Dresen an Wolfgang Kohlhaase.

Kohlhaases dreizehn Geschichten sind moderne Klassiker. Lakonisch im Ton und getragen von einer großen Menschenliebe, zeigen sie, dass dieser große Drehbuchautor von der Literatur kommt. Nicht zufällig spielen einige der hier versammelten Geschichten im Krieg und in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in jener Zeitenwende, die Wolfgang Kohlhaase wie keine andere prägte. Wie in seinen Filmen ist Kohlhaase ein Meister im Miteinander von Tragik und Komik, Melancholie und Humor. Schon die Titelgeschichte verbindet den größtmöglichen Schrecken mit Motiven des Schelmenromans.

Wolfgang Kohlhaase (1931-2022), arbeitete nach seiner Zeit als Dramaturg bei der DEFA (1950 52) als freischaffender Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Zu seinen bekanntesten Drehbüchern zählen »Berlin Ecke Schönhauser«, »Ich war neunzehn«, »Die Grünsteinvariante«, »Die Stille nach dem Schuß«. Der Film »Solo Sunny» (1980), für den Kohlhaase auch die Co-Regie übernahm, wurde in der DDR ein Kultfilm. Große Erfolge waren »Sommer vorm Balkon«, »In Zeiten des abnehmenden Lichts« und »Als wir träumten«. Wolfgang Kohlhaase erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter drei Nationalpreise der DDR, den Goldenen Ehrenbär der Berlinale und die Lola der Deutschen Filmakademie für sein Lebenswerk. Er starb genau vor einem Jahr am 5. Oktober 2022.

Jutta Hoffmann, geboren 1941, zählt zu den beliebtesten deutschen Bühnen- und Filmschauspielerinnen. Bekannt wurde sie durch die Fallada-Verfilmung »Kleiner Mann – was nun?«. Mit großem Erfolg arbeitete sie u.a. an Münchner, Hamburger und Salzburger Bühnen. 2017 wurde sie für ihre Rolle in dem Fernsehfilm »Ein Teil von uns« mit dem Grimme-Preis sowie dem Deutschen Schauspielerpreis ausgezeichnet.

Andreas Dresen gehört zu den bedeutendsten deutschen Filmregisseuren. Ob »Halbe Treppe«, »Sommer vorm Balkon«, »Wolke 9«, »Halt auf freier Strecke« oder »Gundermann« - seine Filme hinterlassen Spuren, sind preisgekrönt, begeistern oder verstören. Für Dresen ist Arbeit Glück, und Filmen und Theater sind Spiel. Die freundschaftliche Zusammenarbeit mit Wolfgang Kohlhaase prägt sein Schaffen bis heute.

Donnerstag
12.
Oktober 2023
19.30 Uhr
Ursula Fricker<br>(c) Schleyer-autorenarchiv

Ursula Fricker
(c) Schleyer-autorenarchiv

   

Ursula Fricker
"gesund genug"

Lesung und Gespräch
Moderation: Annette Mingels

Falkensee | Bürgerhaus Finkenkrug | Feuerbachstraße 23

Karten unter:
info@buergerverein-finkenkrug.de
oder: 03322-12 47 310

Eintritt: 8 €

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Als bei Hanne in Berlin das Telefon klingelt, ahnt sie, was kommt. Ihr Vater liegt im Sterben. »Da kann man einmal sehen«, hat der Gesundheitsfanatiker immer mit Genugtuung gesagt, wenn es andere erwischte. Nun leidet er selbst an Darmkrebs im Endstadium. »Da kann man einmal sehen«, würde Hanne jetzt gern zu ihrem Vater sagen. Alle hat er mit seinem Bio-Wahn und Reinlichkeitsfimmel terrorisiert, die Familie zu einer Sekte gemacht – in einer Zeit, als Gemüseraffel und Demeter noch längst kein Mainstream waren. Aber soll Hanne es ihm jetzt wirklich heimzahlen? Am Sterbebett erinnert sie sich an ihr Erwachsenwerden jenseits des väterlichen Diktats, an ihren Sommer als Mother’s Help in London, an das Erwachen und Auskosten einer wilden Freiheit. Als sie zufällig eine Mappe mit alten Zeichnungen entdeckt, leuchtet plötzlich eine völlig unbekannte Seite dieses pedantischen Vaters auf. Hatte auch er einmal einen Freiheitstraum? Wo ist der hin? Gesund genug ist ein Roman über eine »bio-dynamische« Radikalisierung und das Scheitern am eigenen Anspruch.

Ursula Fricker, 1965 in Schaffhausen geboren, studierte Sozialarbeit in Bern, arbeitete in einem Heim für geistig behinderte Menschen und in der Theaterpädagogik. Sie hat bisher vier Romane veröffentlicht. Auf ihr viel beachtetes Debüt Fliehende Wasser (2004) folgten Das letzte Bild(2009), Außer sich (2012), nominiert für den Schweizer Buchpreis 2012, und Lügen von gestern und heute (2016). Mit Gesund genug war sie Finalistin des Alfred-Döblin-Preises 2021; für das Manuskript erhielt sie ein »Arbeitspaket«-Stipendium des Landes Brandenburg. Im Herbst 2022 wird sie mit dem Georg Fischer Kulturpreis der Stadt Schaffhausen ausgezeichnet. Ursula Fricker lebt in der Märkischen Schweiz in der Nähe von Berlin.

In Kooperation mit dem Bürgerverein Finkenkrug e.V.

Freitag
13.
Oktober 2023
19.30 Uhr
Olaf Kühl<br>(c) Tim Altenhof

Olaf Kühl
(c) Tim Altenhof

   

Olaf Kühl
"Z Kurze Geschichte Russlands, von seinem Ende her gesehen"

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 2

Karten unter:
03377 / 3040477

Eintritt: 8 / 6 €

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Spätestens mit dem Angriff auf die Ukraine stellt sich die Frage, wie Russland zu dem wurde, was es heute ist. Olaf Kühl, langjähriger Osteuropareferent der Regierenden Bürgermeister von Berlin, kennt das Land wie nur wenige; er hat es über Jahrzehnte intensiv bereist, auch abseits der großen Metropolen, bis nach Sibirien und in den Fernen Osten. In seinem Buch zeigt er, wie sich Russland seit dem Zerfall der Sowjetunion entwickelt hat – wie hellere, freiere Köpfe allmählich durch regimehörige Funktionäre ersetzt wurden, bevor eine mafiöse Geheimdienstelite die Macht an sich riss. Fassbar wird all das in den Schicksalen der Menschen, von denen Kühl erzählt: darunter ein erfolgreicher Unternehmer, der, weil er sich vom Geheimdienst nicht erpressen lassen wollte, im Gefängnis gefoltert und getötet wurde; oder auch ein Separatistenführer, der 2014 an der Annexion der Krim beteiligt war und mittlerweile auf Konfrontation zu Putin geht. Eines lässt sich schon jetzt erkennen: Die völkisch-nationalistische Außenpolitik wird zu heftigen, gewaltsamen inneren Umbrüchen führen, bis hin zum Zerfall des Landes – mit gefährlichen Konsequenzen auch für Europa. Ein ebenso fesselndes wie weitsichtiges Russland-Porträt.
Olaf Kühl, 1955 geboren, studierte Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Zeitgeschichte und arbeitete lange Jahre als Osteuropareferent für die Regierenden Bürgermeister von Berlin. Er ist Autor und einer der wichtigsten Übersetzer aus dem Polnischen und Russischen, u.a. wurde er mit dem Karl-Dedecius-Preis und dem Brücke Berlin-Preis ausgezeichnet. Sein zweiter Roman, «Der wahre Sohn», war 2013 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg
Textlandschaften Zossen-Wünsdorf 2023: Eine gemeinsame Veranstaltungsreihe des Brandenburgischen Literaturbüros und der Stadtbibliothek Zossen und Wünsdorf.

Sonntag
15.
Oktober 2023
11.00 Uhr
Frank Arnold<br>(c) privat

Frank Arnold
(c) privat

   

Matinee in der Villa Quandt
Frank Arnold liest aus dem Roman „Steinstücken“ von Rolf Haufs

Lesung und Gespräch mit Kerstin Hensel
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeister Str. 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: 10 / 8 €

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1945 wurde die Berliner Stadtgrenze zur Zonengrenze, was zu einigen Kuriositäten führte: So ist das kleine Steinstücken verwaltungstechnisch Teil von Zehlendorf und umgeben von Potsdam-Babelsberg, das damals zur Sowjetischen Besatzungszone gehörte. Steinstücken im Amerikanischen Sektor blieb die einzige permanent bewohnte Westberliner Exklave, was eine besondere sicherheitspolitische Herausforderung darstellte. Die Ortslage wurde durch DDR-Grenztruppen abgeriegelt und von US-Militärpolizei bewacht. In dieses Steinstücken kommt Georg – Alter Ego des Autors – Anfang der 1960er-Jahre aus der rheinischen Provinz, um sich bei einem Mann namens Faßbinder einzuquartieren, wobei er zunächst absurde bürokratische Hürden zu bewältigen hat. Etwas Mysteriöses umgibt diesen Faßbinder, den Georg offensichtlich schon aus seiner Heimat kennt und der das „Dritte Reich“ in KZ-Haft verbrachte. Noch nebulöser wird die Situation, als Faßbinder Georg bittet, bei der Flucht eines Ostberliners zu helfen. Und dann sind da noch die verschrobenen Einwohner Steinstückens, die Amerikaner, die eine Luftbrücke mit Helikopter einrichten, und die DDR-Grenzer, deren Gebaren immer bedrohlicher wird. Kerstin Hensel schreibt in ihrem Nachwort: „STEINSTÜCKEN ist STEINSTÜCKEN ist ein Roman. Poetisch, grotesk, barock, präzise, lakonisch, geschrieben im Atemrhythmus des Autors. Das Stakkato zeigt sein Getriebensein in klaustrophobischer Panik. Der Autor jagt Erinnerungen nach und wird von ihnen gejagt, stets auf höchster seelischer Alarmstufe. Erinnerungen verfugen sich in Rückblenden, Déjà-vus, Erschütterungen, in bedrohlichen kafkaesken Situationen.“

Rolf Haufs (1935–2013), war Schriftsteller und Rundfunkjournalist. Zunächst Exportkaufmann in verschiedenen Industrieunternehmen im Rheinland, ging er 1960 nach Westberlin, wo er sich zunächst in Steinstücken niederließ. Von 1962 bis 1967 war er Mitglied der Gruppe 47 und arbeitete von 1972 bis 1999 als Leitender Redakteur für Literatur beim Sender Freies Berlin (SFB). Seit 1987 war er Mitglied der Berliner Akademie der Künste, von 1997 bis 2009 als Stellvertretender Direktor der Sektion Literatur. Rolf Haufs wurde vor allem als Lyriker (u. a. Straße nach Kohlhasenbrück, 1962), Autor von Prosawerken (u. a. Das Dorf S. und andere Geschichten, 1968), Kinderbüchern (u. a. Ob ihr’s glaubt oder nicht, 1980) und Hörspielen (u. a. Ein hoffnungsloser Fall, RIAS Berlin, 1965) bekannt.

Kerstin Hensel wurde 1961 in Karl-Marx-Stadt geboren. Sie studierte am Institut für Literatur in Leipzig und unterrichtet heute an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Bei Luchterhand sind zuletzt erschienen: die Liebesnovellen »Federspiel« der Band »Das verspielte Papier - über starke, schwache und vollkommen misslungene Gedichte« sowie der Lyrikband »Schleuderfigur«. Kerstin Hensel lebt in Berlin.

Frank Arnold ist einer der profiliertesten deutschen Schauspieler. Bekannt ist er vor allem als Sprecher zahlreicher Hörbücher, Dokumentarfilme und der TV-Kulturmagazine „Aspekte“ und „Titel Thesen Temperamente“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung
(Politisches Bildungsforum Brandenburg)

Mittwoch
18.
Oktober 2023
18.00 Uhr
Matthias Nawrat<br>(c) Lorena Simmel

Matthias Nawrat
(c) Lorena Simmel

   

Fontane-Literaturpreis 2023
Matthias Nawrat
"Gebete für meine Vorfahren – Gedichte"

Lesung und Gespräch
Moderation: Katarzyna Zorn

Potsdam | Schule des Zweiten Bildungsweges "Heinrich von Kleist" | Friedrich-Ebert-Straße 17

Karten unter:
0331 / 289 6730

Eintritt: 8 / 6 €

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Mit dem Gedichtband 'Gebete für meine Vorfahren' stellt sich Matthias Nawrat erstmals als Dichter vor. Seine Gedichte sprechen von den Vergessenen der Geschichte und von denjenigen unserer Zeit. Sie sind konkret verortet in Berlin, Opole, Hyderabad oder Kabul. Sie sind Fahrten durch Landschaften und das in ihnen verborgene Wissen. Sie handeln von einer Kindheit in Polen, von Flucht und von Heimatlosigkeit. Sie befragen die europäische Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts und die der globalisierten Gegenwart. Für diesen Band erhält der Autor den diesjährigen Fontane-Literaturpreis.

Matthias Nawrat, 1979 im polnischen Opole geboren, siedelte als Zehnjähriger mit seiner Familie nach Bamberg um. Er studierte in Freiburg und Heidelberg Biologie, danach am Schweizer Literaturinstitut in Biel. Für seinen Debütroman «Wir zwei allein» (2012) erhielt er u.a. den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, sein Roman „Unternehmer“ (2014), für den Deutschen Buchpreis nominiert, wurde u.a. mit dem Kelag-Preis und dem Bayern 2-Wortspiele-Preis ausgezeichnet. «Die vielen Tode unseres Opas Jurek» (2015), sein dritter Roman, brachte ihm den Förderpreis des Bremer Literaturpreises sowie die Alfred Döblin-Medaille ein. Matthias Nawrat lebt in Berlin.

In Kooperationsveranstaltung mit der "Heinrich von Kleist Schule“

Samstag
21.
Oktober 2023
11.00 Uhr
Götz Aly<br>(c) Andreas Labes

Götz Aly
(c) Andreas Labes

Der Radiohörer - Max Radler

Der Radiohörer - Max Radler

 

Ausstellungseröffnung „Der Traum vom Fernhören. Literatur im Rundfunk der Weimarer Republik“
(Ausstellungsdauer bis 21. Januar 2024)

Eröffnungsrede: Götz Aly

Rheinsberg | Kurt Tucholsky Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg

Karten unter:
0331-23700258
oder: 033931-39007

Eintritt: frei

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Im Oktober 1923 nimmt der erste deutsche Rundfunksender seinen Betrieb in Berlin auf. Die Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros erzählt am Beispiel des Senders „Funk- Stunde Berlin“ die wechselvolle Beziehungsgeschichte von Literatur und Rundfunk in den Jahren von 1923 bis 1933.

Eine Ausstellung des Brandenburgischen Literaturbüros mit freundlicher Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Brandenburg, der Stiftung der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin und des Deutschen Rundfunkarchivs.

Götz Aly ist Historiker und lebt in Berlin. Für seine Bücher wurde er vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Heinrich-Mann- und dem Ludwig-Börne-Preis. 2018 erhielt er für »Europa gegen die Juden 1880–1945« (S. Fischer) den Geschwister-Scholl-Preis. Sein neues Buch handelt von deutschen Kolonialverbrechen – ein ungewohntes Thema, aber ein „echter Aly“.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum.

Montag
23.
Oktober 2023
19.30 Uhr
Grit Poppe<br>(c) privat

Grit Poppe
(c) privat

   

Lesesalon Kunstgriff 23
Grit Poppe
"Rabenkinder"

Lesung

Potsdam | Kunstgriff 23, Atelier Heike Isenmann | Carl-von Ossietzky-Str. 23

Karten unter:
0331 / 5053735

Eintritt: 8 / 5 €

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Die Mauer ist gerade gefallen, da wird der Direktor des örtlichen Jugendwerkhofs tot aufgefunden. Beate Vogt von der Morduntersuchungskommission wird aus Leipzig geschickt, um zu klären, was passiert ist. Kurz nach der Befragung des 14-jährigen Insassen Andreas verschwindet dieser spurlos. Und dann bekommt Beate ungebetene Hilfe: Hauptkommissar Josef Almgruber aus Nürnberg soll ihr die westdeutsche Arbeitsweise nahebringen. Doch der hat keine Ahnung von DDR-Strukturen, und Beate will sich den Fall nicht aus der Hand nehmen lassen. Gemeinsam geraten sie bei ihren Ermittlungen immer tiefer in die Abgründe des Systems der Umerziehungsheime.

Grit Poppe, geboren 1964 in Boltenhagen, lebt in Potsdam, schreibt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zuletzt erschienen: „Alice Littlebird“ (Roman für Kinder ab 11, 2020), „Angstfresser“ (Roman 2020), „Verraten“ (Jugendroman 2020), „Die Weggesperrten“ (Sachbuch 2021, zusammen mit Niklas Poppe), „Rabenkinder“ (Roman 2022). Für den Jugendroman „Weggesperrt“ erhielt sie den Gustav-Heinemann-Friedenspreis, „Verraten“ war 2021 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt im selben Jahr den Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis.
Eine Kooperationsveranstaltung mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Politisches Bildungsforum Brandenburg

Freitag
27.
Oktober 2023
19.30 Uhr
Dirk Oschmann<br>
(c) Jakob Weber

Dirk Oschmann
(c) Jakob Weber

   

Dirk Oschmann: „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung: Wie die Konstruktion des Ostens unsere Gesellschaft spaltet“

Lesung & Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek | Berliner Straße 13/14

Ausverkauft!

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.bibliothek-cottbus.de

Eintritt: 12 / 10 €

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Der Osten hat keine Zukunft, solange er nur als Herkunft begriffen wird.“ Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden?

Dirk Oschmann zeigt in seinem hellsichtigen Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und den Osten als Abweichung.

Dirk Oschmann, geboren 1967 in Gotha, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig. Sein FAZ-Artikel zum Thema dieses Buches stieß auf große bundesweite Resonanz.

In Kooperation mit der Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus und ihrem Förderverein „Bibliothek und Lesen“ e.V.