Veranstaltungen im August 2026

Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg

Donnerstag
13.
August 2026
18 - 19 Uhr
privat

privat

   

Christian Brückner
liest Auszüge aus dem Roman "Der neunzigste Geburtstag: Ein ländliches Idyll“ von Günther de Bruyn

Potsdam | Landtag Brandenburg | Alter Markt 1

Eintritt: frei

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Eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart.
Wittenhagen in Brandenburg: Hedwig Leydenfrost lebt zusammen mit ihrem Bruder Leonhardt, einem pensionierten Bibliothekar, im Dorf ihrer Kindheit. Die Familie will im kommenden Sommer Hedwigs neunzigsten Geburtstag feiern und das Fest mit einer Spendenaktion für Flüchtlinge verbinden. Es ist das Jahr, in dem die Kanzlerin sagt: »Wir schaffen das.« Die Monate vergehen, es wird Winter und bitterkalt in der märkischen Provinz. Auf Eis und Schnee folgt die Schlehen- und Apfelblüte. Die Jahreszeiten wechseln sich ab, das große Fest für Hedwig Leydenfrost rückt immer näher. Der letzte Frühling, der letzte Sommer vielleicht nach einem langen Leben ...
Erstmals seit über dreißig Jahren, nach seinen hochgelobten autobiographischen und kulturgeschichtlichen Büchern über Brandenburg und Preußen, erzählt Günter de Bruyn wieder eine Geschichte aus der deutschen Gegenwart. Es ist eine bewegende Geschichte über das Leiden an der Politik, über den Wert unserer Erinnerung und eine fremd gewordene Zeit.

Christian Brückner, geboren 1943 in Schlesien, wuchs in Köln auf. Engagements am Theater, kontinuierliche Arbeit für Funk und Fernsehen. 1990 erhielt er den Grimme-Preis Spezial in Gold. Schwerpunkt seiner Arbeit heute: öffentliche Literaturlesungen, oft eingebunden in einen musikalischen Zusammenhang. 2000 Gründung des Hörbuchverlags parlando mit seiner Frau Waltraut. 2005 Auszeichnung des gesamten Programms mit dem Deutschen Hörbuchpreis. 2012 wurde Christian Brückner der Sonderpreis für sein Lebenswerk verliehen, 2017 erhielt er den Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik und 2018 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse.

In Kooperation mit dem Landtag Brandenburg/Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Publikationen

Sonntag
23.
August 2026
18.00 Uhr
Jan Tombinski<br>(c) Botschaft der Republik Polen

Jan Tombinski
(c) Botschaft der Republik Polen

   

"Europäischer Tag des Gedenkens an die Opfer aller totalitären und autoritären Regime"
Jan Tombiński, Botschafter der Republik Polen in Deutschland
"Geschichtsfälschung als Instrument der Politik" - Vortrag

Grußworte:
Linda Teuteberg, Stv. Vorsitzende Gegen Vergessen Für Demokratie e.V.
Brigitte Meier, Beigeordnete der Landeshaupptstadt Potsdam

Potsdam | Villa Quandt | Große Weinmeisterstraße 46/47

Karten unter:
0331 / 2804103

Eintritt: frei

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Nachdem das Europäische Parlament die Errichtung eines Gedenktages für die Opfer aller totalitären und autoritären Regime in Europa im 20. Jahrhundert mit übergroßer Mehrheit seiner Abgeordneten gefordert hat, bestimmte die OSZE 2009 den 23. August zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und Stalinismus“. Der Gedenktag wurde 2008 in der „Prager Erklärung“ vorgeschlagen. Vaclav Havel und Joachim Gauck gehören zu den Unterzeichnern der Erklärung. Er wird seitdem vor allem in den ehemals von der Sowjetunion beherrschten Ländern begangen. In diesen Ländern war es bis 1989 verboten, an die Verbrechen des Kommunismus der Stalinära und danach zu erinnern. Auch das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus war von der herrschenden Partei vereinnahmt worden. Zivilgesellschaftliches Engagement war nicht erwünscht. So wurde 1982 eine Gedenkfeier Jugendlicher zur Erinnerung an die Zerstörung der Potsdamer Synagoge 1938 durch Polizei und Staatssicherheit gewaltsam aufgelöst.

Jan Tombiński ist ein polnischer Diplomat. Er vertrat sein Land als Botschafter in mehreren europäischen Ländern und in der Europäischen Union und war Botschafter der Europäischen Union, beim Heiligen Stuhl und in der Ukraine.
Er hat Germanistik, Philosophie und Geschichte in Krakau studiert. Er spricht Englisch, Deutsch, Französisch und Ukainisch.
In Kooperation mit der Gedenk- und Begegnungsstätte ehemaliges KGB-Gefängnis e.V und der Konrad Adenauer Stiftung/ Politisches Bildungsforum Brandenburg.

Sonntag
30.
August 2026
16.00 Uhr
Dagmar von Gersdorff<br>(c) Insel Verlag

Dagmar von Gersdorff
(c) Insel Verlag

   

Dagmar von Gersdorff
„Alle Schönheit, aller Zauber. Lucie und Hermann von Pückler“

Lesung und Gespräch
Moderation: Peter Walther

Nennhausen | Schloß Nennhausen | Fouque-Platz 4

Verlegt auf den 27.09.2026

Karten unter:
blb@literaturlandschaft.de
oder: 033878 / 60505

Eintritt: 12 / 10 €

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Viel ist über Fürst Pückler und seine einzigartigen Parkanlagen geschrieben worden; wenig weiß man dagegen über seine Frau Lucie, ohne deren liebevolle Zuwendung sein Leben wohl anders verlaufen wäre. Dagmar von Gersdorff, bekannt durch ihre erfolgreichen Darstellungen von Goethes Mutter, Caroline von Humboldt, Julia Mann und Goethes Schwiegertochter Ottilie von Goethe, erzählt temperamentvoll und dabei bestens dokumentiert von diesem schillerndsten Paar der Goethezeit.

Ihre Heirat war eine Sensation: Lucie von Hardenberg, schwerreiche Tochter des preußischen Staatskanzlers, Mutter von zwei Töchtern und frisch geschieden, heiratete mit 40 Jahren den deutlich jüngeren Abenteurer Hermann Fürst Pückler. Noch war er nicht der erfolgreiche Schriftsteller und berühmte Gartenkünstler, sondern Standesherr mit altem Schloss und hohen Schulden. Dafür war er charmant und eloquent – man bewunderte seine Geistesblitze ebenso wie sein elegantes Auftreten.

Nach neun glücklichen Jahren plötzlich die Scheidung, ein Skandal, der die Gesellschaft erschütterte. Die exorbitanten Ausgaben für Schloss und Park Muskau hatten das Paar finanziell an den Rand des Ruins getrieben; der Fürst will im reichen England eine vermögende Erbin finden. Seine Briefe an Lucie von dieser Reise, sprühend vor Witz und zärtlicher Liebe, werden unter dem Titel Briefe eines Verstorbenen zum europäischen Bestseller. Sensationell wiederum seine Reise in den Orient, von der er als »Conkubine« die blutjunge Sklavin Machbuba mitbringt – ein bis heute diskutiertes unerhörtes Ereignis.

Dagmar von Gersdorff, studierte an der Freien Universität Berlin Germanistik und Kunstgeschichte. Sie lebt als freie Autorin mit ihrer Familie in Berlin. Ihre Biographien (unter anderem Goethes Mutter) sind insbesondere den Frauen des Goethe-Umfelds gewidmet.

Montag
31.
August 2026
18.00 Uhr
Ruth-Maria Thomas<br>(c) Jonas Holthaus

Ruth-Maria Thomas
(c) Jonas Holthaus

   

Lausitzer LesART
Buchpremiere: Ruth-Maria Thomas
"Die zweitgrößte Liebe"

Lesung und Gespräch
Moderation: Hendrik Röder

Cottbus | Stadt- und Regionalbibliothek Cottbus | Berliner Straße 13-14

Karten unter:
0355 / 38060-24
oder: www.lernzentrum-cottbus.de

Eintritt: 12 / 7 €

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Michelle ist Anfang dreißig, als ihr Leben im Osten des Landes auseinanderbricht. Sie lässt alles hinter sich und fängt von vorne an: Als Hotel-Rezeptionistin trifft sie auf Luxus, westdeutschen Reichtum und mit Henry auf einen, der ganz andere Startmöglichkeiten hatte als sie. Sie verlieben sich, allen Unterschieden zum Trotz. Mit großer Sogkraft und berückender Leichtigkeit erzählt der Roman von Aufstiegswünschen, Abstiegsängsten und von der Frage, was Freiheit und Sorglosigkeit für einen Preis haben.

Ruth-Maria Thomas, 1993 geboren und in Cottbus aufgewachsen, war als Sozialarbeiterin in der Jugendhilfe tätig. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig und ist Mitgründerin des erotischen Literaturmagazins Hot Topic!. 2022 war sie Finalistin des Open Mike. In ihren Texten, die u. a. im Rundfunk und in Literaturmagazinen erscheinen, beschäftigt sie sich immer wieder mit den Fallstricken weiblicher Sozialisation. Zuletzt erschien ihre Kurzgeschichte Glitzer in DAS GRAMM und wie ich frau bin bei SuKuLTuR.

In Kooperation mit der Stadtbibliothek Cottbus. Mit freundlicher Unterstützung des Fördervereins „Bibliothek und Lesen“ e.V.