Eintrittsermäßigung gilt für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende sowie Schwerbehinderte und Inhaber eines FreiwilligenPasses des Landes Brandenburg
Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 2
Karten unter:
03377 / 3040477
Eintritt: 8 / 6 €
»Der Waldmeister« ist das hinreißende Porträt eines besessenen Gourmets und seines unfreiwilligen Neuanfangs als Koch in der brandenburgischen Provinz. Böhmische Fleckensuppe, farcierter Hecht, Hirschgulasch: Jens Sparschuh lädt zu einer kulinarischen Zeitreise, die das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt und Wunder wirkt.
Jahrzehntelang hat Odo Weingaertner als Gastrokritiker für das Berliner City Radio gearbeitet. Jetzt geht er in Rente. Und ausgerechnet seine letzte Kritik über das Landgasthaus Zur Dubrower Mühle führt zum Eklat. Inhaberin Senta Woitschke bezichtigt ihn der Lüge. Odo fährt zu ihr, um die Angelegenheit zu klären. Die Sache scheint gegessen. Da ahnt Odo noch nicht, dass ihn sein Weg schon bald wieder zur Mühle führen wird, allerdings nicht als Gast, sondern als Koch.
Der Start in der kulinarischen Ödnis verläuft holprig. Doch mit den wiederentdeckten Rezepten seiner sächsischen Oma Tilda gelingt es Odo, die schwer verdauliche Provinzküche aufzumischen. Und sogar mit Senta versteht er sich besser – ehe sich ein Schatten über die Mühle legt und Odos neues Leben infrage stellt.
Jens Sparschuh, geboren 1955 in Chemnitz (Karl-Marx-Stadt), studierte von 1973 bis 1978 Philosophie und Logik in Leningrad. 1983 promovierte er in Berlin, seitdem arbeitet er freiberuflich. Sein Werk erscheint bei Kiepenheuer & Witsch. Daneben veröffentlichte er eine Vielzahl von Hörspielen und Kinderbüchern. 1989 erhielt er den Hörspielpreis der Kriegsblinden, 2018 den Prix Chronos und 2019 den Günter-Grass-Preis.
Mit freundlicher Unterstützung durch die Stadt Zossen
Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 2
Karten unter:
03377 / 3040477
Eintritt: 12 / 10 €
Friedrich Merz steht vor gewaltigen Aufgaben. Während Trump und Putin die alte Weltordnung zerstören, droht die AfD die politische Mitte in Deutschland zu sprengen. Der neue Bundeskanzler will ganz anders regieren als die abgewählte Ampel-Koalition. Dabei sind die Herausforderungen, an denen die Ampel krachend gescheitert ist, dieselben geblieben: Wirtschaftskrise, Klimawandel, Migration und Aufrüstung der Bundeswehr. Ist Friedrich Merz, der bislang keine Regierungserfahrung hat und schon angeschlagen sein Amt antritt, seiner Aufgabe gewachsen? Und was muss er aus dem Desaster der Ampel lernen, um die vielleicht letzte Chance zu nutzen, unsere Demokratie vor dem endgültigen Aufstieg der extremen Rechten zu bewahren?
In dieser entscheidenden Phase der deutschen Politik erzählt Bestsellerautor Robin Alexander die Geschichte hinter den Kulissen: von Merz‘ Tabubruch mit der AfD und Geheimgesprächen mit Olaf Scholz bis hin zum Drama um das Billion-Schuldenpaket. Ein packend erzähltes Buch, das zeigt, warum die politisch Handelnden in einer zersplitterten Parteienlandschaft und einer aufgeheizten Öffentlichkeit immer weniger imstande sind, die großen Herausforderungen zu bewältigen.
Robin Alexander, geboren 1975, zählt zu den Topjournalisten im politischen Berlin. Er war Redakteur bei der „taz“ und Reporter bei „Vanity Fair“, bevor er 2008 zur „Welt“-Gruppe wechselte. 2013 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Seit 2019 ist er stellvertretender Chefredakteur Politik der „Welt“. Sein Buch „Die Getriebenen. Merkel und die Flüchtlingspolitik“ (Siedler 2017) stand wochenlang an der Spitze der Bestsellerliste und bildet die Grundlage für das gleichnamige ARD-Dokudrama, das 2020 ein Millionenpublikum erreichte. "Machtverfall" (2021) war ebenfalls ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und bestätigte seinen Ruf als herausragender politischer Kommentator. In seinem erfolgreichen Podcast "Machtwechsel" diskutiert er wöchentlich mit Dagmar Rosenfeld über die wichtigsten politischen Fragen Deutschlands. Robin Alexander lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Berlin
Zossen | Stadtbibliothek | Kirchplatz 2
Karten unter:
03377 / 3040477
Eintritt: 8 / 6 €
Warnemünde gilt als der Strand von Berlin, und doch wurde Hanno Hochmuth die Fahrt aus der Hauptstadt auf der Rückbank des Familien-Ladas in den Achtzigern oft lang. Aber sie wurde belohnt: mit einem Stopp bei Tante Antje in den Hochhäusern von Lütten Klein, der Weiterfahrt in den dunkelgrünen Doppelstockzügen der Deutschen Reichsbahn und schließlich dem Ankommen auf der Warnemünder Mole, wo man sich vor Feuerquallen gruseln und über die weite Ostsee gen Dänemark blicken konnte. Mit diesen Erinnerungen im Kopf besucht Hochmuth den »Teepott« beim Leuchtturm, die Seehundstation und den Gespensterwald, erzählt vom Hotel Neptun mit dem Duft seiner Broiler-Bar sowie von der Tradition der FKK-Strände, an denen schon Edvard Munch gern badete, und verrät, warum man sich vor den Warnemünder Möwen in Acht nehmen und mit der Warnemünder Herzlichkeit Nachsicht haben sollte.
Hanno Hochmuth, geboren 1977 in Ost-Berlin, studierte in Berlin und Minneapolis Geschichte und promovierte an der Freien Universität Berlin (FU). Er ist Historiker am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) und lehrt Public History an der FU. Der Tagesspiegel wählte ihn 2025 zu einem von 100 »Köpfen der Wissenschaft«. Seinem 2024 erschienenen Hauptstadt-Buch Berlin: Das Rom der Zeitgeschichte attestierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung »stilistische Prägnanz«.